12. Dezember 2025

Change Management PIM-Einführung: So nimmst du dein Team mit auf die Reise

Unser Leitfaden für den Mittelstand zeigt, wie du Widerstände abbaust und dein Team für den Wandel begeisterst.

Change Management PIM-Einführung: So nimmst du dein Team mit auf die Reise

Change Management bei der PIM-Einführung: So nimmst du dein Team mit auf die Reise

Ein erfolgreiches Change Management bei der PIM-Einführung gelingt, indem du den Wandel als Kulturprojekt und nicht als reines IT-Projekt verstehst. Der Schlüssel liegt in einer proaktiven, transparenten Kommunikation der Vision, der frühzeitigen und echten Einbindung der zukünftigen Anwender zur Gestaltung der neuen Prozesse und der Schaffung von sichtbaren, schnellen Erfolgen. So verwandelst du Unsicherheit und Widerstand in Akzeptanz und echtes Engagement.

Du hast es geschafft. Nach monatelanger Evaluation, unzähligen Demos und zähen Budgetverhandlungen liegt der unterschriebene Vertrag für dein neues PIM-System auf dem Tisch. Die Geschäftsführung ist überzeugt, die IT-Leitung hat die technische Freigabe erteilt, und der externe Implementierungspartner steht in den Startlöchern. Technisch gesehen sind alle Ampeln auf Grün. Doch während du den Projektplan aufsetzt, spürst du eine unsichtbare, aber mächtige Gegenkraft im Unternehmen. Im Flurfunk hörst du Sätze wie: „Schon wieder eine neue Software, die am Ende eh keiner nutzt.“ Deine erfahrenste Produktmanagerin, die ihre Excel-Listen seit 15 Jahren wie ihren Augapfel hütet, reagiert auf jede Ankündigung mit einem skeptischen Seufzer. Das Marketing-Team fürchtet einen massiven Mehraufwand bei der Datenpflege, und der Vertrieb fragt sich, warum er seine bewährten Prozesse überhaupt ändern soll.

Dieses Gefühl ist die Vorhut einer der größten Gefahren für dein gesamtes PIM-Projekt: der menschliche Widerstand gegen Veränderung. Die brutalste Wahrheit bei der Einführung eines PIM-Systems ist: Die beste Software der Welt ist wertlos, wenn die Menschen, die sie täglich nutzen sollen, sie nicht annehmen. Studien zu IT-Großprojekten zeigen immer wieder das gleiche Bild: Die häufigsten Gründe für das Scheitern sind nicht technische Probleme, sondern mangelnde Nutzerakzeptanz, unzureichende Kommunikation und unterschätzte organisatorische Hürden. Du kannst das technologisch perfekteste System implementieren – wenn dein Team es nicht mit Leben füllt, hast du nur einen sehr teuren, digitalen Schrottplatz geschaffen. Dieser Leitfaden fokussiert sich deshalb auf den entscheidenden, aber oft vernachlässigten Erfolgsfaktor: den Menschen. Er gibt dir eine pragmatische, erprobte Roadmap an die Hand, wie du dein Team nicht nur „irgendwie mitnimmst“, sondern zu aktiven Gestaltern und überzeugten Fans des neuen Systems machst.

1. Die Psychologie des „Nein“: Warum deine Mitarbeiter dem Wandel wirklich widerstehen

Bevor wir über Lösungen sprechen, müssen wir die Ursachen des Widerstands verstehen. Mitarbeiter, die sich gegen eine PIM-Einführung sträuben, sind in den seltensten Fällen böswillig oder fortschrittsfeindlich. Ihr Widerstand ist eine natürliche, menschliche Reaktion, die auf tief verwurzelten Ängsten und Sorgen basiert. Als Projektleiter oder Geschäftsführer ist es deine erste und wichtigste Aufgabe, diese Sorgen zu verstehen, ernst zu nehmen und proaktiv zu adressieren.

Die vier Reiter der Veränderungs-Apokalypse

1. Die Angst vor dem Unbekannten und dem Kontrollverlust
Menschen sind Gewohnheitstiere. Die alten, vielleicht umständlichen, aber bekannten Prozesse geben Sicherheit. Die Produktmanagerin weiß, wie ihre Excel-Liste funktioniert. Sie hat die volle Kontrolle darüber. Ein neues, zentrales PIM-System ist eine Black Box.

  • Die innere Stimme des Mitarbeiters: „Was kommt da auf mich zu? Muss ich jetzt alles neu lernen? Werde ich mit der neuen Technik überhaupt zurechtkommen? In meiner alten Liste wusste ich, wo alles ist – jetzt entscheidet irgendein System für mich.“

2. Die Angst vor dem Verlust von Status und Expertenwissen
In vielen Unternehmen gibt es „Daten-Gurus“. Das sind die Mitarbeiter, die als Einzige wissen, wo bestimmte Informationen zu finden sind oder wie die komplexe Preisliste aufgebaut ist. Dieses exklusive Wissen verleiht ihnen einen informellen Status und macht sie unentbehrlich. Ein PIM-System demokratisiert den Zugang zu Informationen und macht dieses Silo-Wissen überflüssig.

  • Die innere Stimme des Experten: „Bisher war ich der Einzige, der das wusste. Wenn jetzt jeder auf alles zugreifen kann, was ist dann meine Rolle noch wert? Verliere ich meine Wichtigkeit im Unternehmen?“

3. Die Angst vor Mehrarbeit und Überforderung
Jede Veränderung bedeutet zunächst einmal zusätzliche Arbeit. Neben dem ohnehin schon stressigen Tagesgeschäft müssen neue Prozesse gelernt, Daten migriert und Schulungen besucht werden. Viele Mitarbeiter sehen nicht den langfristigen Nutzen, sondern nur den kurzfristigen Berg an Arbeit, der auf sie zurollt.

  • Die innere Stimme des Teams: „Wir haben jetzt schon keine Zeit, und jetzt sollen wir auch noch tausende von Produktdaten in ein neues System kippen? Das schaffen wir nie. Das wird am Ende alles an uns hängen bleiben.“

4. Die Skepsis aufgrund schlechter Vorerfahrungen („Schon wieder so ein Projekt…“)
Viele Mitarbeiter haben in ihrer Karriere schon mehrere IT-Projekte erlebt, die groß angekündigt und dann schlecht umgesetzt wurden oder im Sande verliefen. Diese „Projekt-Müdigkeit“ führt zu einer grundlegenden Skepsis gegenüber jeder neuen Ankündigung der Geschäftsführung.

  • Die innere Stimme des Veteranen: „Das haben wir schon dreimal versucht. Am Ende war alles komplizierter als vorher, und nach einem Jahr hat keiner mehr das System genutzt. Warum sollte es diesmal anders sein?“

Diese vier Ängste sind die Wurzeln fast allen Widerstands. Wenn du sie ignorierst und versuchst, das Projekt rein auf einer technischen und prozessualen Ebene durchzudrücken, wirst du auf eine unsichtbare Mauer aus passiver Aggressivität, Dienst nach Vorschrift und subtiler Sabotage stoßen, die dein Projekt zum Scheitern bringen wird. Erfolgreiches Change Management beginnt damit, diese Ängste als legitim anzuerkennen und eine Strategie zu entwickeln, um ihnen proaktiv zu begegnen.

2. Die 5 Säulen des erfolgreichen Change Managements: Deine Roadmap zur Akzeptanz

Erfolgreicher Wandel ist kein Zufallsprodukt. Er folgt einem strukturierten Prozess, der auf bewährten Prinzipien der Organisationspsychologie basiert. Die folgende Fünf-Säulen-Strategie gibt dir einen klaren Fahrplan, um die PIM-Einführung von einem gefürchteten IT-Projekt in eine von allen getragene Unternehmensmission zu verwandeln.

Säule 1: Vision & Kommunikation – Das „Warum“ muss jeder verstehen

Die wichtigste Waffe gegen die Angst vor dem Unbekannten ist eine klare, überzeugende und konsistent kommunizierte Vision. Dein Team muss verstehen, warum diese Veränderung notwendig ist und welches positive Zukunftsbild damit erreicht werden soll. Es reicht nicht zu sagen: „Wir führen ein PIM ein.“ Du musst die Geschichte dahinter erzählen.

Entwickle eine packende Vision:
Formuliere ein klares Zielbild, das über reine Effizienzsteigerung hinausgeht und für jeden Mitarbeiter greifbar ist.

  • Schlechte Vision: „Wir wollen unsere Produktdaten zentralisieren, um die Effizienz um 15% zu steigern.“ (Abstrakt, technisch, nicht motivierend)

  • Gute Vision: „Wir wollen unseren Kunden auf jedem Kanal das bestmögliche und verlässlichste Produkterlebnis bieten. Nie wieder soll ein Kunde wegen einer falschen Angabe auf unserer Website ein Produkt zurückschicken. Nie wieder soll unser Vertrieb im Gespräch eine Frage nicht beantworten können. Wir werden zum vertrauenswürdigsten Partner in unserer Branche, weil unsere Daten exzellent sind. Das PIM ist unser Weg, dieses Ziel zu erreichen.“

Erstelle einen Kommunikationsplan:
Kommunikation ist keine einmalige Ankündigung. Sie ist ein kontinuierlicher Prozess über die gesamte Laufzeit des Projekts.

  • Was wird kommuniziert? Nicht nur Meilensteine, sondern auch Herausforderungen. Sei ehrlich und transparent.

  • Wann wird kommuniziert? Regelmäßig! Ein monatlicher Projekt-Newsletter, ein kurzes Update im wöchentlichen Team-Meeting.

  • Wer kommuniziert? Die wichtigste Botschaft – das „Warum“ – muss von der Geschäftsführung kommen. Das gibt dem Projekt das nötige Gewicht. Der Projektleiter informiert über den operativen Fortschritt.

  • Über welche Kanäle? Nutze alle verfügbaren Kanäle: E-Mail, Intranet, Aushänge, Team-Meetings, persönliche Gespräche.

Kommuniziere lieber zu viel als zu wenig. Unsicherheit entsteht dort, wo Informationen fehlen. Fülle dieses Vakuum proaktiv mit deiner Vision und transparenten Updates.

Säule 2: Partizipation & Beteiligung – Mache Betroffene zu Beteiligten

Dies ist der entscheidende Schritt, um Widerstand in Engagement zu verwandeln. Anstatt deinem Team eine fertige Lösung vorzusetzen, beziehst du sie von Anfang an in die Gestaltung dieser Lösung mit ein. Menschen verteidigen das, was sie selbst mit aufgebaut haben.

Bilde ein interdisziplinäres Kernteam:
Wie im Artikel zur PIM-Auswahl beschrieben, ist ein Team aus Vertretern aller relevanten Abteilungen (Produktmanagement, Marketing, Vertrieb, IT) unerlässlich. Diese Mitglieder sind nicht nur Anforderungslieferanten, sie sind die Botschafter des Projekts in ihren jeweiligen Abteilungen.

Identifiziere und fördere deine „Champions“:
In jeder Abteilung gibt es Mitarbeiter, die neuen Technologien gegenüber aufgeschlossen sind. Identifiziere diese „Champions“ frühzeitig. Gib ihnen eine besondere Rolle im Projekt, bilde sie als erste aus und mache sie zu den ersten Ansprechpartnern für ihre Kollegen. Sie können Bedenken auf der Fachebene oft viel besser entkräften als jeder Projektleiter.

Der geheime Trick: Gib den Kritikern eine Aufgabe!
Dein größter Kritiker ist oft dein wertvollster Verbündeter. Die Produktmanagerin, die an ihrer Excel-Liste hängt, tut dies nicht aus Bosheit, sondern weil sie die Schwächen der aktuellen Prozesse am besten kennt. Lade sie aktiv in den Konzeptions-Workshop ein. Gib ihr die Aufgabe, die Anforderungen an das neue Datenmodell aus ihrer Sicht zu definieren. Indem du ihre Expertise wertschätzt und ihr die Möglichkeit gibst, die Lösung mitzugestalten, wandelst du ihre (oft berechtigte) Kritik in konstruktive Energie um.

Säule 3: Befähigung & Training – Gib deinem Team die richtigen Werkzeuge und das nötige Wissen

Die Angst vor Überforderung bekämpfst du am besten durch ein durchdachtes Schulungskonzept, das weit über eine einmalige Frontal-Schulung hinausgeht.

Rollenspezifisches Training:
Nicht jeder Mitarbeiter braucht das gleiche Wissen.

  • Datenpfleger (Power-User) aus dem Produktmanagement benötigen ein tiefes Training in der Datenmodellierung und Massenbearbeitung.

  • Vertriebsmitarbeiter (Read-Only-User) benötigen nur eine 30-minütige Schulung, die ihnen zeigt, wie sie die Suchfunktion auf ihrem Tablet bedienen und Datenblätter exportieren.
    Schneide die Trainingsinhalte exakt auf die zukünftigen Aufgaben der jeweiligen Zielgruppe zu.

Kontinuierliches Lernen und Support:

  • „Train the Trainer“-Konzept: Bilde deine „Champions“ zu internen Experten aus, die als erste Anlaufstelle für alltägliche Fragen dienen. Das entlastet die Projektleitung und senkt die Hemmschwelle, um Hilfe zu bitten.

  • Wissensdatenbank aufbauen: Erstelle kurze Video-Tutorials (Screencasts) für die wichtigsten Standardaufgaben und stelle sie im Intranet zur Verfügung.

  • Regelmäßige Sprechstunden: Biete in den ersten Monaten nach dem Go-Live wöchentliche „PIM-Sprechstunden“ an, in denen Nutzer ihre Fragen und Probleme direkt mit dem Projektteam klären können.

Die Rolle der Software-Usability:
Die benutzerfreundlichste Software ist die, die am wenigsten Training erfordert. Bei der Auswahl des PIM-Systems ist die intuitive Bedienbarkeit daher ein entscheidendes Kriterium, um die Change-Management-Kosten niedrig zu halten. Ein modernes, aufgeräumtes SaaS-PIM wie entitys.io ist hier klar im Vorteil gegenüber komplexen, überladenen Enterprise-Systemen. Eine einfache Benutzeroberfläche senkt die Lernkurve, reduziert die Frustration und beschleunigt die Akzeptanz im Team dramatisch.

Säule 4: Quick Wins & sichtbare Erfolge – Beweise, dass es funktioniert

Die Skepsis aufgrund schlechter Vorerfahrungen bekämpfst du am besten mit handfesten Beweisen. Nichts ist überzeugender als ein schneller, sichtbarer Erfolg, der das Leben eines Mitarbeiters spürbar verbessert.

Starte mit einem agilen Pilotprojekt:
Versuche nicht, alle Probleme auf einmal zu lösen. Wähle für den Anfang einen klar abgegrenzten Bereich mit einem hohen Schmerzpunkt und einer hohen Erfolgswahrscheinlichkeit.

  • Gutes Pilotprojekt: Die automatische Datenversorgung des eigenen Onlineshops für eine einzige, wichtige Produktkategorie.

  • Schlechtes Pilotprojekt: Die Anbindung aller 150 Lieferanten und die gleichzeitige Einführung des Systems in allen 12 Ländermärkten.

Messe und kommuniziere den Erfolg:
Definiere für dein Pilotprojekt klare, messbare Ziele und mache den Erfolg sichtbar.

  • Vorher: „Die Aktualisierung der Preise im Webshop für diese Kategorie hat bisher 8 Stunden manuelle Arbeit pro Monat erfordert.“

  • Nachher: „Mit dem neuen PIM-Workflow dauert die Preisaktualisierung jetzt nur noch 15 Minuten. Wir haben 7,75 Stunden pro Monat für strategische Aufgaben gewonnen.“
    Kommuniziere diesen Erfolg prominent im Unternehmen. Zeige dem Team, dass das neue System nicht nur mehr Arbeit macht, sondern konkrete, spürbare Probleme löst. Dieser erste Beweis ist der beste Treibstoff für die Motivation, die nächsten Schritte anzugehen.

Säule 5: Führung & Rückendeckung – Das Management muss den Wandel vorleben

Die letzte und vielleicht wichtigste Säule ist das unmissverständliche Commitment der Geschäftsführung. Dein Team schaut genau hin: Steht das Management wirklich hinter diesem Projekt, oder ist es nur die nächste kurzlebige Initiative?

Das Management als Sponsor:

  • Ressourcen bereitstellen: Die Geschäftsführung muss nicht nur das finanzielle Budget, sondern auch die notwendigen personellen Ressourcen freigeben. Wenn der Projektleiter das Projekt nur „nebenbei“ machen soll, signalisiert das, dass es nicht wirklich wichtig ist.

  • Entscheidungen treffen und verteidigen: Es wird im Projektverlauf zu Konflikten kommen. Das Management muss als letzte Eskalationsinstanz zur Verfügung stehen, Entscheidungen treffen und diese auch gegen Widerstände verteidigen.

Das Management als Vorbild:

  • Aktives Interesse zeigen: Ein Geschäftsführer, der im Meeting selbstverständlich die Produktdaten aus dem neuen PIM aufruft, sendet ein stärkeres Signal als tausend E-Mails.

  • Konsequenz bei der Nutzung: Wenn selbst die Führungsebene weiterhin veraltete Excel-Listen aus E-Mail-Anhängen verwendet, untergräbt das die Glaubwürdigkeit des gesamten Projekts. Die Führung muss den neuen „Single Point of Truth“ selbst vorleben.

Ohne diese sichtbare und spürbare Rückendeckung von ganz oben wird jedes Change-Management-Projekt im Sande verlaufen.

3. Die Rolle des Software-Partners: Mehr als nur ein Lieferant

In diesem anspruchsvollen Veränderungsprozess ist die Wahl deines PIM-Anbieters entscheidend. Du brauchst nicht nur einen Software-Lieferanten, sondern einen Partner, der die menschlichen und organisatorischen Herausforderungen einer PIM-Einführung versteht und dich aktiv dabei unterstützt, sie zu meistern.

Worauf du bei einem Partner achten solltest

  • Empathie für den Mittelstand: Wähle einen Anbieter, der die Realitäten des Mittelstands kennt. Ein Partner, der versteht, dass du keine Heerscharen von IT-Experten und Change Managern hast, sondern pragmatische, umsetzbare Lösungen brauchst.

  • Fokus auf Benutzerfreundlichkeit (UX): Ein Anbieter, der in seiner Produktentwicklung einen extremen Fokus auf eine intuitive und einfache Benutzeroberfläche legt, hat verstanden, dass Nutzerakzeptanz der Schlüssel zum Erfolg ist. Die Software selbst wird so zu einem Werkzeug des Change Managements. entitys.io wurde von Grund auf mit diesem Fokus entwickelt, um die Einstiegshürden für Fachanwender aus Marketing und Produktmanagement so niedrig wie möglich zu halten.

  • Partnerschaftliches Onboarding: Ein guter Partner verkauft dir nicht nur eine Lizenz, sondern begleitet dich aktiv bei den ersten Schritten. Er hilft dir bei der Konzeption des Datenmodells, teilt Best Practices aus anderen Projekten und unterstützt dich bei der Schulung deiner Mitarbeiter.

  • Transparenz und Erreichbarkeit: Du brauchst einen Ansprechpartner auf Augenhöhe, der deine Fragen versteht und schnell und kompetent antwortet. Ein anonymer Callcenter-Support ist in einer kritischen Projektphase ein massives Risiko.

Die Software ist das Werkzeug, aber der Partner ist der erfahrene Handwerker, der dir zeigt, wie du dieses Werkzeug am besten einsetzt, um dein Ziel zu erreichen. Wähle ihn mit ebenso viel Sorgfalt aus wie die Software selbst.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Change Management bei der PIM-Einführung

Was ist der häufigste Fehler beim Change Management für ein PIM-Projekt?

Der häufigste Fehler ist, Change Management als reines Kommunikationsthema zu sehen. E-Mails und Newsletter allein verändern kein Verhalten. Echte Veränderung entsteht durch aktive Beteiligung, spürbare persönliche Vorteile für die Mitarbeiter und sichtbare schnelle Erfolge.

Wie gehe ich mit einem Mitarbeiter um, der sich fundamental weigert, das neue System zu nutzen?

Suche das persönliche Gespräch und versuche, die genauen Gründe für den Widerstand zu verstehen. Oft stecken dahinter konkrete Ängste oder Sorgen. Gib der Person eine konstruktive Rolle im Projekt (z.B. als Tester oder Qualitätsprüfer), um ihre Expertise wertzuschätzen. Nur wenn alle Stricke reißen, ist eine klare Ansage durch die Führungskraft als letztes Mittel notwendig.

Wie viel Zeit und Budget sollten wir für Change Management einplanen?

Eine gute Faustregel besagt, dass bei IT-Projekten rund 15-20% des Gesamtbudgets für Change-Management-Aktivitäten (Kommunikation, Training, Coaching) eingeplant werden sollten. Der interne Zeitaufwand für die Beteiligung der Mitarbeiter kommt noch hinzu und ist oft sogar der größere Posten.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um mit dem Change Management zu beginnen?

Sofort. Change Management beginnt nicht erst, wenn die Software installiert wird. Es beginnt in dem Moment, in dem die Entscheidung für ein PIM-Projekt getroffen wird. Die erste Säule – Vision & Kommunikation – muss stehen, bevor du überhaupt mit der Anbieterauswahl beginnst.

Fazit: Eine PIM-Einführung ist eine Reise, kein Umzug

Viele Unternehmen behandeln die PIM-Einführung wie einen Umzug. Man packt die alten Daten in Kisten, transportiert sie ins neue Haus (das PIM) und erwartet von den Bewohnern (den Mitarbeitern), dass sie sich dort ab sofort zurechtfinden. Dieser Ansatz ist zum Scheitern verurteilt.

Eine erfolgreiche PIM-Einführung ist keine Verlagerung, sondern eine gemeinsame Reise. Du lädst dein Team ein, gemeinsam ein neues, besseres Zuhause zu entwerfen und zu bauen. Du gibst ihnen eine klare Vision vom Ziel, stattest sie mit den richtigen Werkzeugen aus, lässt sie bei der Gestaltung der Räume mitentscheiden und feierst gemeinsam das Richtfest, wenn die ersten Mauern stehen.

Dieser Weg ist aufwendiger als ein reines Top-down-Dekret. Er erfordert Empathie, Geduld und eine exzellente Kommunikation. Aber es ist der einzige Weg, um sicherzustellen, dass dein neues PIM-System nicht zu einer leeren Hülle wird, sondern zu dem, was es sein soll: das pulsierende, von allen getragene und wertgeschätzte Herz deiner gesamten Produktkommunikation. Die Investition in den Menschen ist die beste und sicherste Investition in den Erfolg deiner Technologie.

Simon Manz

Simon ist Unternehmer und Executive Coach. Mit seiner Erfahrung aus über fünf Jahren bei BCG und der Gründung von entitys.io konzentriert er sich darauf, mittelständische Unternehmen bei Wachstum und Transformation zu unterstützen. Sein Schwerpunkt liegt auf pragmatischen Lösungen, die nachhaltigen Erfolg ermöglichen.

Simon Manz

Simon ist Unternehmer und Executive Coach. Mit seiner Erfahrung aus über fünf Jahren bei BCG und der Gründung von entitys.io konzentriert er sich darauf, mittelständische Unternehmen bei Wachstum und Transformation zu unterstützen. Sein Schwerpunkt liegt auf pragmatischen Lösungen, die nachhaltigen Erfolg ermöglichen.

Simon Manz

Simon ist Unternehmer und Executive Coach. Mit seiner Erfahrung aus über fünf Jahren bei BCG und der Gründung von entitys.io konzentriert er sich darauf, mittelständische Unternehmen bei Wachstum und Transformation zu unterstützen. Sein Schwerpunkt liegt auf pragmatischen Lösungen, die nachhaltigen Erfolg ermöglichen.

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