13. November 2025
PIM für den Maschinenbau: Warum präzise technische Daten und ECLASS über den Markterfolg entscheiden
Erfahre, warum ein PIM-System für den Maschinenbau unverzichtbar ist, um komplexe Varianten, technische Dokumentationen und ECLASS-Daten effizient zu managen.
PIM für den Maschinenbau: Warum präzise technische Daten und ECLASS über den Markterfolg entscheiden
Direkte Antwort: Darum ist ein PIM für den Maschinenbau entscheidend
Ein PIM-System ist für Maschinenbau-Unternehmen der Schlüssel zur Beherrschung der enormen Komplexität von Produktdaten. Es ermöglicht die zentrale Verwaltung von Tausenden technischen Attributen, Varianten, technischen Dokumenten und Klassifikationsstandards wie ECLASS, um die Datenkonsistenz sicherzustellen, die Effizienz zu steigern und die Grundlage für digitale Vertriebs- und Serviceprozesse zu schaffen.
Wo die traditionelle Datenhaltung im Maschinenbau an ihre Grenzen stößt
Im deutschen Maschinenbau, dem Herzen der Industrie, sind Produktdaten keine einfachen Marketingtexte. Sie sind das Fundament für Konstruktion, Vertrieb, Service und Kundenbindung. Ein einzelnes Produkt kann aus Hunderten von Komponenten bestehen, in Dutzenden von Varianten verfügbar sein und erfordert eine lückenlose technische Dokumentation.
Die Realität in vielen mittelständischen Unternehmen sieht jedoch anders aus:
Daten-Silos: Technische Daten liegen im ERP, Zeichnungen auf einem lokalen Server, Marketingtexte in einer Word-Datei und Zertifikate in einem separaten Ordner.
Varianten-Chaos: Konfigurationen werden in komplexen Excel-Listen gepflegt, die fehleranfällig und kaum aktuell zu halten sind.
Klassifizierungs-Albtraum: Die Zuordnung zu Standards wie ECLASS erfolgt manuell, ist zeitaufwendig und inkonsistent.
Dieses Daten-Chaos führt direkt zu ineffizienten Prozessen, hohen Fehlerkosten und verpassten Chancen in einem globalisierten Markt.
Unsere Beobachtung: Der Maschinenbau spricht eine andere Datensprache
Im Gegensatz zum klassischen Handel geht es im Maschinenbau weniger um emotionale Produktbeschreibungen, sondern um harte, präzise Fakten. Ein Kunde, der eine CNC-Maschine kauft, muss sich absolut darauf verlassen können, dass die angegebenen Toleranzen, Anschlusswerte und Materialspezifikationen korrekt sind. Jeder Fehler kann zu teuren Stillstandzeiten oder Kompatibilitätsproblemen führen.
Ein PIM im Maschinenbau muss daher vor allem eines sein: ein Meister der technischen Daten. Es muss in der Lage sein, komplexe Abhängigkeiten zwischen Bauteilen, Varianten und Dokumenten abzubilden und diese Informationen standardisiert bereitzustellen.
1. Die drei zentralen Herausforderungen im Produktdatenmanagement des Maschinenbaus
Maschinenbau-Unternehmen kämpfen mit spezifischen Datenproblemen, die generische PIM-Systeme oft nur unzureichend lösen können.
Herausforderung 1: Explosive Variantenvielfalt und Konfigurationslogik
Eine Maschine ist selten "von der Stange". Kunden konfigurieren Produkte nach ihren spezifischen Anforderungen. Das führt zu einer explosionsartigen Zunahme der Artikelvarianten.
Das Problem: Wie stellst du sicher, dass jede mögliche Konfiguration technisch valide ist und mit den korrekten Daten (Stücklisten, Handbücher, Preise) ausgegeben wird? Excel-Listen sind hierfür nicht nur ineffizient, sondern eine aktive Gefahrenquelle.
Die PIM-Lösung: Ein modernes PIM kann diese Komplexität abbilden. Es verwaltet nicht jede Variante einzeln, sondern modelliert die Logik dahinter. Du pflegst die Merkmale und ihre Abhängigkeiten an einer zentralen Stelle. So können valide Konfigurationen erstellt und die zugehörigen Daten (z. B. für einen Online-Konfigurator) automatisch und fehlerfrei ausgespielt werden.
Mit entitys.io kannst du flexible Datenmodelle erstellen, die genau auf deine Produktstruktur zugeschnitten sind. So bildest du auch komplexe Baukastensysteme und deren Abhängigkeiten präzise und wartbar ab.
Herausforderung 2: Die Flut an technischen Dokumenten und Medien
Zu jeder Maschine und jeder Komponente gehört eine Vielzahl an begleitenden Dokumenten. Diese müssen nicht nur vorhanden, sondern auch versioniert und korrekt zugeordnet sein.
Typische Dokumente im Maschinenbau:
Technische Datenblätter
CAD-Zeichnungen (2D/3D)
Sicherheitszertifikate
Konformitätserklärungen (CE-Kennzeichnung)
Wartungshandbücher
Ersatzteillisten
Schaltpläne
Das Problem: Wie stellst du sicher, dass ein Vertriebsmitarbeiter in Asien immer auf das aktuell gültige Zertifikat für eine bestimmte Maschinenvariante zugreift? Manuelle Ablagen auf Fileservern sind hierfür keine Lösung.
Die PIM-Lösung: Ein PIM mit integriertem Digital Asset Management (DAM) fungiert als "Single Source of Truth". Jedes Dokument wird zentral gespeichert, versioniert und direkt mit dem passenden Produkt oder der Komponente verknüpft. Über Berechtigungsregeln stellst du sicher, dass jeder Nutzer nur die für ihn relevanten und freigegebenen Dokumente sieht.
Herausforderung 3: Die Notwendigkeit von Klassifikationsstandards wie ECLASS
Im B2B-Umfeld, besonders im Einkauf großer Industrieunternehmen und auf digitalen Marktplätzen, ist die standardisierte Beschreibung von Produkten über Klassifikationen wie ECLASS oder ETIM unerlässlich.
Das Problem: Die manuelle Klassifizierung von Tausenden von Produkten und deren technischen Merkmalen ist eine immense, fehleranfällige Aufgabe. Oft fehlt das Know-how, um die Merkmale korrekt zuzuordnen.
Die PIM-Lösung: Ein PIM-System kann diesen Prozess massiv unterstützen und teilautomatisieren. Du kannst ECLASS-Strukturen importieren und deine internen Attribute auf die ECLASS-Merkmale mappen. Das System kann Produkte basierend auf vorhandenen Daten vorklassifizieren und zeigt an, welche Merkmale für eine vollständige Klassifizierung noch fehlen.
entitys.io ist als ECLASS Gold Preferred Partner darauf spezialisiert, diese Prozesse abzubilden. Du kannst deine Produkte effizient klassifizieren und die Daten im standardisierten BMEcat-Format exportieren, um deine Kunden optimal zu bedienen.
2. PIM als strategische Basis für digitale Services
Ein sauber gepflegtes PIM ist nicht nur ein Werkzeug zur internen Effizienzsteigerung. Es ist die Grundlage für die digitalen Geschäftsmodelle der Zukunft im Maschinenbau.
Anwendungsfall 1: Intelligente Self-Service-Kundenportale
Kunden erwarten heute mehr als nur einen Anruf bei ihrem Vertriebspartner. Sie wollen rund um die Uhr auf Informationen zugreifen können.
Ein PIM-System liefert die Daten für ein leistungsfähiges Kundenportal, in dem deine Kunden:
auf alle relevanten Dokumente für ihre gekauften Maschinen zugreifen können.
interaktive Ersatzteilkataloge durchsuchen und direkt bestellen können.
Informationen zu Wartungsintervallen und passenden Verbrauchsmaterialien finden.
Anwendungsfall 2: Grundlage für Predictive Maintenance
Die Zukunft liegt in der vorausschauenden Wartung (Predictive Maintenance). Sensordaten aus einer Maschine melden frühzeitig, wann eine Komponente auszufallen droht. Um hierauf reagieren zu können, benötigst du perfekte Stammdaten. Das PIM liefert die "digitale Geburtsurkunde" jeder Komponente und verknüpft sie mit den passenden Ersatzteilen, Wartungsanleitungen und Lieferzeiten.
Fazit: Ohne Daten-Exzellenz keine Zukunft im Maschinenbau
Für den deutschen Maschinenbau ist die digitale Transformation keine Option, sondern eine Notwendigkeit, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Die Grundlage dieser Transformation sind exzellente, präzise und zentral verfügbare Produktdaten.
Ein PIM-System, das auf die besonderen Anforderungen des Maschinenbaus – Variantenreichtum, technische Tiefe und die Bedeutung von Standards wie ECLASS – zugeschnitten ist, ist dafür das entscheidende Werkzeug. Es löst nicht nur akute Schmerzpunkte in der Datenverwaltung, sondern wird zum strategischen Enabler für die digitalen Vertriebs- und Serviceprozesse der Zukunft.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Reicht unser ERP-System nicht für die Verwaltung technischer Daten aus?
ERP-Systeme sind für transaktionale Daten (Bestellungen, Lagerbestände, Preise) optimiert, nicht für die Verwaltung der reichen, unstrukturierten und variantenreichen Produktdaten, die für Marketing und Vertrieb benötigt werden. Ein PIM ergänzt das ERP um diese entscheidende Dimension.
Was ist der Unterschied zwischen ECLASS und ETIM?
ECLASS ist ein branchenübergreifender Standard, der sehr tief in die technischen Merkmale geht und besonders in der Industrie und im Einkauf verbreitet ist. ETIM ist ein einfacherer Standard, der sich auf die Elektro- und Sanitärbranche konzentriert und primär im Handwerk und Fachgroßhandel genutzt wird.
Wie aufwendig ist die Einführung eines PIM-Systems im Maschinenbau?
Die Komplexität hängt stark vom Zustand deiner Daten und der Variantenvielfalt ab. Mit einem pragmatischen, auf den Mittelstand fokussierten PIM wie entitys.io und einem klaren Fokus auf ein Kernsortiment kann ein Go-Live oft schon in wenigen Monaten erreicht werden.
Können wir mit einem PIM auch 3D-Modelle und CAD-Daten verwalten?
Ja, ein modernes PIM mit DAM-Funktionalität kann jede Art von Datei verwalten, also auch CAD-Daten. Wichtig ist die Fähigkeit, diese direkt mit den korrekten Produktvarianten zu verknüpfen, sodass Kunden und Ingenieure immer auf die richtige Version zugreifen.
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