12. März 2025
PIM & Internationalisierung: Dein Leitfaden für globale Märkte
Unser PIM-Leitfaden zeigt dir eine effiziente Internationalisierungs- und Übersetzungsstrategie von lokalen Attributen bis zum Workflow.
PIM & Internationalisierung: Dein Leitfaden für globale Märkte
Globale Märkte erobern: Der PIM-Leitfaden für eine effiziente Internationalisierungs- und Übersetzungsstrategie
Eine effiziente Internationalisierungsstrategie für Produktdaten setzt du um, indem du dein PIM-System als zentralen, multilingualen Hub etablierst, der den gesamten Prozess von der Übersetzung bis zur kanalspezifischen Ausleitung steuert. Dies erfordert die klare Trennung von globalen und lokalen Attributen, die Integration professioneller Übersetzungs-Workflows und die Fähigkeit, marktspezifische Anforderungen flexibel abzubilden. Nur so wird die globale Expansion vom komplexen IT-Großprojekt zu einem skalierbaren, wiederholbaren und profitablen Prozess.
Für den Head of International Sales oder den E-Commerce-Leiter eines wachsenden mittelständischen Unternehmens ist es ein Moment voller Chancen und gleichzeitig voller Tücken: die Entscheidung, einen neuen Markt im Ausland zu erschließen. Die Marktanalyse ist vielversprechend, die ersten potenziellen Partner sind identifiziert, und die strategische Roadmap für die Expansion nach Frankreich, Polen oder in die USA steht. Doch zwischen der strategischen Entscheidung und dem ersten verkauften Produkt liegt eine unsichtbare, aber gewaltige Hürde: die Produktdaten. Plötzlich explodiert die Komplexität. Es reicht nicht mehr, ein paar Texte zu übersetzen. Es tauchen Fragen auf, die das Fundament deiner bisherigen Datenorganisation erschüttern.
Wie stellen wir sicher, dass alle 5.000 Produkte konsistent ins Französische übersetzt werden? Wer pflegt die zusätzlichen, für den US-Markt erforderlichen Sicherheitszertifikate? Wie verwalten wir unterschiedliche Produktnamen oder sogar unterschiedliche Sortimente für verschiedene Länder? Und wie stellen wir sicher, dass der neue französische Webshop nicht versehentlich Bilder mit deutschem Text anzeigt? Ohne eine zentrale, skalierbare Strategie für diese Herausforderungen wird die internationale Expansion zu einem Albtraum aus unzähligen Excel-Listen, explodierenden Übersetzungskosten und einem unkontrollierbaren Datenchaos. Jeder neue Markt verdoppelt die Komplexität und den manuellen Aufwand, bis die Expansion unter ihrer eigenen Last zusammenbricht. Dieser Leitfaden zeigt dir, wie du diesen Kollaps verhinderst. Er führt dich durch die strategischen und operativen Schritte, wie du dein PIM-System zur Kommandozentrale deiner globalen Produktdaten machst und die Internationalisierung von einer Last in einen beherrschbaren, effizienten und erfolgreichen Prozess verwandelst.
1. Das Fundament: Warum Internationalisierung im PIM beginnt (und nicht im Übersetzungsbüro)
Der häufigste Fehler bei der Internationalisierung von Produktdaten ist die Annahme, es handele sich um ein reines Übersetzungsprojekt. Man exportiert alle deutschen Texte in eine riesige Excel-Datei, schickt sie an ein Übersetzungsbüro und hofft auf das Beste. Dieser Ansatz ist nicht nur ineffizient, sondern ignoriert die wahre Komplexität der Aufgabe. Erfolgreiche Internationalisierung ist zu 80 % Datenmanagement und nur zu 20 % reine Übersetzung.
Die drei Dimensionen der internationalen Produktdaten
Um einen neuen Markt erfolgreich zu bedienen, musst du deine Daten in drei Dimensionen anpassen:
1. Übersetzung (Translation): Die sprachliche Anpassung
Dies ist die offensichtlichste Ebene. Alle kundenrelevanten Texte müssen in die Zielsprache übersetzt werden. Dazu gehören:
Produktnamen und -titel
Marketing- und SEO-Beschreibungen
Technische Attribute und ihre Werte (z.B. der Wert "Rot" für das Attribut "Farbe")
Texte auf Bildern, in Videos und in Dokumenten wie Datenblättern oder Anleitungen
2. Lokalisierung (Localization): Die kulturelle und kontextuelle Anpassung
Lokalisierung geht einen entscheidenden Schritt weiter als die reine Übersetzung. Es geht darum, die Inhalte an die kulturellen, rechtlichen und marktüblichen Gegebenheiten des Ziellandes anzupassen.
Maßeinheiten und Formate: Umrechnung von Zentimetern in Zoll, von Euro in US-Dollar, Anpassung von Datumsformaten.
Terminologie: Ein "Schraubendreher" heißt in der Schweiz vielleicht anders als in Deutschland. Bestimmte Fachbegriffe müssen an den lokalen Sprachgebrauch angepasst werden.
Kulturelle Relevanz: Ein Anwendungsbeispiel, das in Deutschland perfekt funktioniert (z.B. im Kontext einer heimischen Industrie), ist in einem anderen Land möglicherweise völlig irrelevant oder missverständlich. Bilder und Videos müssen eventuell mit lokalen Gesichtern oder Umgebungen neu produziert werden.
Regulatorische Anforderungen: Für den US-Markt sind andere Sicherheitswarnungen oder Zertifikate erforderlich als für den EU-Markt. Diese müssen ergänzt und verwaltet werden.
3. Personalisierung (Personalization): Die sortimentsspezifische Anpassung
Nicht jedes Produkt wird in jedem Markt verkauft. Oft gibt es länderspezifische Sortimente, Preisstrategien oder Produktvarianten.
Sortimentssteuerung: Welche Produkte sind für den französischen Markt überhaupt freigegeben?
Lokale Attribute: Für den britischen Markt wird möglicherweise ein spezifisches Energie-Label benötigt, das in anderen Ländern keine Rolle spielt.
Unterschiedliche Produktbeziehungen: In einem Land wird Produkt A standardmäßig mit Zubehör B verkauft, in einem anderen Land mit Zubehör C.
Der Versuch, diese drei Dimensionen ohne ein zentrales Steuerungssystem zu managen, ist zum Scheitern verurteilt. Du erzeugst ein unkontrollierbares Dickicht aus länderspezifischen Excel-Listen, in denen niemand mehr den Überblick hat, welche Information die aktuellste und korrekte ist.
Die strategische Rolle deines PIM-Systems
Genau hier wird das PIM-System vom reinen Datenverwalter zur strategischen Kommandozentrale für die globale Expansion. Ein PIM, das für die Internationalisierung ausgelegt ist, kann all diese drei Dimensionen zentral und effizient steuern.
Es verwaltet nicht nur Texte, sondern auch die Beziehungen zwischen den Sprachen.
Es ermöglicht die Pflege von lokalen Attributen, die nur für bestimmte Märkte sichtbar sind.
Es steuert, welche Produkte in welchen Kanälen und welchen Ländern ausgespielt werden.
Anstatt für jeden Markt ein neues Datensilo zu schaffen, verwaltest du alle internationalen Varianten an einem einzigen, zentralen Ort. Das PIM wird zur "Single Source of Truth" für deine globale Produktrealität.
2. Die Architektur des Erfolgs: So strukturierst du dein PIM für globale Märkte
Die technische und konzeptionelle Vorbereitung deines PIM-Systems ist der Schlüssel zu einer skalierbaren Internationalisierungsstrategie. Es geht darum, dein Datenmodell so aufzubauen, dass es die globale Komplexität abbilden kann, ohne unübersichtlich zu werden.
Best Practice 1: Spracheinstellungen und Vererbung meistern
Ein für die Internationalisierung optimiertes PIM-System kennt das Konzept von Haupt- und Untersprachen sowie die Vererbung von Attributwerten.
Definiere eine Master-Sprache: Wähle eine einzige Sprache (meist Englisch oder die Unternehmenssprache), die als Quelle für alle Übersetzungen dient. In dieser Sprache müssen die Daten immer zuerst und zu 100 % vollständig gepflegt werden.
Nutze die Vererbung: Richte dein PIM so ein, dass leere Felder in einer Zielsprache automatisch mit dem Inhalt der Master-Sprache befüllt werden. Wenn also der französische Marketingtext noch nicht übersetzt ist, wird im französischen Kanal zumindest der englische Text angezeigt. Das verhindert leere Seiten und stellt sicher, dass immer eine Information vorhanden ist. Sobald die Übersetzung eingepflegt wird, überschreibt sie den vererbten Wert. entitys.io unterstützt dieses Vererbungsprinzip, was die schrittweise Internationalisierung erheblich erleichtert.
Best Practice 2: Globale vs. Lokale Attribute – Trenne, was nicht zusammengehört
Dies ist einer der wichtigsten konzeptionellen Schritte. Nicht jedes Attribut muss übersetzt oder für jedes Land angepasst werden. Eine saubere Trennung in globale und lokale Attribute schafft Klarheit und reduziert den Aufwand massiv.
Globale Attribute: Das sind alle Informationen, die für ein Produkt weltweit identisch sind. Dazu gehören typischerweise technische Spezifikationen wie Maße, Gewicht, Material oder die GTIN/EAN. Diese Attribute werden einmal zentral (meist in der Master-Sprache und mit neutralen Werten) gepflegt und gelten für alle Märkte.
Lokale Attribute: Das sind alle Informationen, die sich von Land zu Land unterscheiden können. Dazu gehören alle übersetzbaren Texte (Produktname, Beschreibung), aber auch Attribute, die nur in bestimmten Regionen existieren (z.B. "Prop 65 Warning" für Kalifornien) oder deren Werte sich unterscheiden (z.B. "Netzspannung").
Ein flexibles PIM-System wie entitys.io erlaubt es dir, auf Attribut-Ebene zu definieren, ob ein Feld "lokalisierbar" ist oder nicht. Das sorgt für eine saubere Struktur und stellt sicher, dass die Übersetzer nur die Felder sehen, die für sie relevant sind, und nicht versehentlich technische Daten ändern.
Best Practice 3: Die Verwaltung von länderspezifischen Sortimenten
Dein PIM muss in der Lage sein, die Sichtbarkeit von Produkten pro Kanal und pro Land zu steuern.
Kanal-Management: Richte für jeden Ländermarkt einen eigenen "Kanal" ein (z.B. "Webshop FR", "Webshop PL").
Produkt-Kanal-Zuweisung: Im PIM pflegst du an jedem Produkt, für welche Kanäle es freigegeben ist. So kannst du sicherstellen, dass Produkte, die in den USA noch keine Zulassung haben, auch nicht auf der US-Website erscheinen.
Lokale Produktbeziehungen: Nutze die Beziehungs-Funktionen deines PIM, um länderspezifische Cross-Selling- und Zubehör-Verknüpfungen zu pflegen.
Diese Struktur gibt dir die volle Kontrolle darüber, welches Produkt mit welchen Informationen in welchem Land sichtbar ist.
3. Der Übersetzungs-Workflow: Vom manuellen Chaos zum integrierten Prozess
Die reine Übersetzung ist zwar nur ein Teil der Internationalisierung, aber oft der aufwendigste. Ein PIM-gestützter Workflow kann diesen Prozess von einem manuellen Albtraum in einen hocheffizienten, qualitätsgesicherten Kreislauf verwandeln.
Der traditionelle, fehleranfällige Prozess (ohne PIM)
Export von deutschen Texten in eine riesige Excel-Datei.
Versand der Datei per E-Mail an ein externes Übersetzungsbüro.
Der Übersetzer übersetzt die Texte in einer weiteren Excel-Spalte, ohne den Kontext (Bilder, technische Daten) zu sehen. Dies führt oft zu Fehlübersetzungen.
Rücksendung der übersetzten Excel-Datei.
Ein interner Mitarbeiter kopiert die übersetzten Texte manuell aus der Excel-Datei zurück in die verschiedenen Zielsysteme (Shop, ERP, etc.). Dieser Schritt ist extrem fehleranfällig.
Nach drei Monaten wird ein deutscher Text geändert. Niemand denkt daran, dass dieser Text in 12 anderen Sprachen ebenfalls aktualisiert werden muss. Die Datenintegrität erodiert.
Der moderne, PIM-gestützte Workflow
Schritt 1: Identifikation und Vorbereitung im PIM
Status-Tracking: Dein PIM-System weiß, welche Texte neu sind oder sich seit der letzten Übersetzung geändert haben. Du kannst mit einem Klick alle Texte filtern, die für eine Übersetzung in eine bestimmte Sprache fällig sind.
Kontext ist alles: Anstatt einer reinen Textliste exportierst du einen "Übersetzungs-Job". Dieser kann neben den zu übersetzenden Texten auch Kontextinformationen wie das Hauptproduktbild, die Artikelnummer oder wichtige technische Attribute enthalten. So weiß der Übersetzer, dass "Flügel" in diesem Kontext nicht Teil eines Vogels, sondern einer Schraube ist.
Schritt 2: Integration von Translation-Management-Systemen (TMS)
Der professionellste Weg ist die Anbindung deines PIM-Systems an ein TMS (z.B. Trados, Phrase, Across).
Automatischer Datenaustausch: Über eine API sendet das PIM die zu übersetzenden Inhalte direkt an das TMS und holt die fertigen Übersetzungen automatisch wieder ab. Manuelle Ex- und Importe entfallen komplett.
Nutzung von Translation Memories: Das TMS speichert jeden übersetzten Satz in einem "Translation Memory". Wenn der gleiche oder ein ähnlicher Satz erneut vorkommt, schlägt das System die bereits vorhandene Übersetzung vor. Dies stellt Konsistenz sicher und reduziert die Kosten dramatisch, da wiederholte Sätze nicht erneut voll bezahlt werden müssen.
Schritt 3: Der geführte Workflow für interne & externe Übersetzer
Wenn eine volle TMS-Integration zu aufwendig ist, bieten PIM-Systeme wie entitys.io pragmatische Alternativen:
Geführte Ex- und Importe: Du exportierst eine standardisierte Austauschdatei (z.B. XLIFF oder eine spezielle Excel-Vorlage), die der Übersetzer bearbeitet. Beim Re-Import validiert das System die Datei und ordnet die Texte automatisch den richtigen Produkten und Sprachen zu. Das manuelle Copy & Paste entfällt.
Eingeschränkte Benutzerrechte: Du kannst externen Übersetzern einen direkten, aber stark eingeschränkten Zugang zum PIM-System geben. Sie sehen dann nur die für sie relevanten Produkte und Sprachfelder und können die Übersetzungen direkt im System eintragen, wo sie den vollen Kontext sehen.
Schritt 4: Der interne Freigabeprozess
Nachdem die Übersetzung (automatisch oder manuell) ins PIM zurückgespielt wurde, startet ein interner Freigabe-Workflow. Ein Muttersprachler oder dein lokaler Country Manager prüft die Übersetzungen im Kontext der gesamten Produktseite auf Qualität und kulturelle Passung, bevor er sie mit einem Klick für die Veröffentlichung freigibt.
Dieser integrierte Ansatz macht den Übersetzungsprozess transparent, qualitätsgesichert und um ein Vielfaches schneller und günstiger als der traditionelle E-Mail-und-Excel-Weg.
4. Lokalisierung in der Praxis: Wenn "Schraube" nicht gleich "Schraube" ist
Eine exzellente Internationalisierungsstrategie endet nicht bei der korrekten Übersetzung. Die wahre Meisterschaft liegt in der tiefgehenden Lokalisierung – der Anpassung an die spezifischen Bedürfnisse und Erwartungen des lokalen Marktes.
Umgang mit lokalen Maßeinheiten und Formaten
Dein PIM muss in der Lage sein, Werte automatisch zu konvertieren.
Beispiel: Du pflegst alle Maße zentral in Millimetern. Für den US-Markt definierst du im Export-Kanal eine Regel, die diese Werte "on-the-fly" in Zoll umrechnet. Dein Team muss nicht zwei verschiedene Werte pflegen, das System übernimmt die Umrechnung. Das Gleiche gilt für Währungen, Gewichte und Datumsformate.
Verwaltung von länderspezifischen regulatorischen Attributen
Beispiel: Für den Verkauf von Elektronik in der EU benötigst du das "CE-Kennzeichen". Für den Verkauf in den USA das "FCC"-Label. In deinem PIM legst du beide Attribute an. Im Attribut "CE-Kennzeichen" speicherst du das entsprechende Zertifikat und machst dieses Attribut nur für deine EU-Kanäle sichtbar. Das "FCC"-Attribut wird dementsprechend nur für die US-Kanäle ausgespielt. So erhält jeder Markt automatisch die für ihn relevanten Compliance-Informationen.
Die Macht der lokalen Sprache und SEO-Keywords
Beispiel: Dein Produkt heißt in Deutschland "Hochleistungs-Mischbatterie". Eine reine Übersetzung wäre "High-performance mixing tap". Eine Marktanalyse ergibt aber, dass in Großbritannien alle Handwerker nach "Monobloc kitchen tap" suchen. In deinem PIM pflegst du daher für den UK-Markt einen lokalisierten Produktnamen und hinterlegst die relevanten lokalen Keywords. So stellst du sicher, dass dein Produkt in der Zielsprache auch gefunden wird.
Ein flexibles PIM gibt dir die Werkzeuge, all diese lokalen Feinheiten zentral zu steuern, ohne für jedes Land eine komplett separate Datenpflege aufbauen zu müssen.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zur PIM-Internationalisierung
Was ist der erste Schritt, wenn wir mit unserem PIM internationalisieren wollen?
Der erste Schritt ist konzeptionell: Definiere deine Master-Sprache und entwerfe eine saubere Trennung deines Datenmodells in globale (nicht-übersetzbare, technische) und lokale (übersetzbare, marktspezifische) Attribute. Diese Struktur ist das Fundament für alles Weitere.
Reicht maschinelle Übersetzung (z.B. DeepL) für Produktdaten aus?
Für eine erste, schnelle Expansion oder für rein technische Attribute kann maschinelle Übersetzung eine kosteneffiziente Lösung sein. Für hochwertige, kundenrelevante Marketingtexte ist jedoch fast immer eine anschließende Prüfung und Verfeinerung durch einen menschlichen Muttersprachler (Post-Editing) notwendig, um die Qualität, Tonalität und kulturelle Passung sicherzustellen.
Was ist der Unterschied zwischen einem PIM und einem Translation Management System (TMS)?
Ein PIM ist auf die Verwaltung von strukturierten Produktdaten und deren Beziehungen spezialisiert. Ein TMS ist auf die Optimierung des reinen Übersetzungsprozesses spezialisiert (Workflow, Translation Memory, Terminologie-Datenbank). Die beiden Systeme ergänzen sich perfekt: Das PIM managt, was übersetzt werden muss, das TMS managt, wie es übersetzt wird.
Wie gehen wir mit unterschiedlichen Bildern für verschiedene Märkte um?
Ein PIM mit integriertem DAM (Digital Asset Management) wie entitys.io ist hier die Lösung. Du kannst einem Produkt mehrere Bilder zuordnen und über Metadaten oder Kanalzuweisungen steuern, welches Bild in welchem Land verwendet werden soll. So kannst du zum Beispiel ein Bild mit einem deutschen Text-Overlay nur in den DACH-Kanälen ausspielen.
Fazit: Internationalisierung ist kein Projekt, sondern eine Fähigkeit
Die Eroberung globaler Märkte ist für wachsende mittelständische Unternehmen der logische nächste Schritt. Doch dieser Schritt scheitert oft an der unsichtbaren, aber tonnenschweren Last der Produktdaten-Komplexität. Der Versuch, die Internationalisierung mit den Werkzeugen von gestern – mit E-Mails, Excel und manuellem Copy & Paste – zu bewältigen, führt unweigerlich ins Chaos und bremst die ambitioniertesten Expansionspläne aus.
Der einzige nachhaltige Weg zum globalen Erfolg ist der Aufbau einer zentralen, skalierbaren Fähigkeit zur Steuerung internationaler Produktdaten. Dein PIM-System ist das Herz dieser Fähigkeit. Es ist die Kommandozentrale, die es dir ermöglicht, Sprachen, Kulturen, Regularien und Sortimente zentral zu managen, anstatt in jedem neuen Markt das Rad neu erfinden zu müssen.
Indem du in eine saubere, international taugliche PIM-Architektur und in integrierte Übersetzungsprozesse investierst, verwandelst du die globale Expansion von einem unkalkulierbaren Risiko in einen planbaren, wiederholbaren und letztlich hochprofitablen Prozess. Du machst dein Unternehmen nicht nur fit für den nächsten Markt, sondern für alle Märkte, die noch kommen werden.
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