11. September 2024
PIM und E-Commerce: Die Synergie für B2B-Wachstum
Erfahre, warum dein E-Commerce-System allein nicht ausreicht. Entdecke die entscheidende Rolle eines PIM-Systems für Datenqualität, Skalierbarkeit und ein perfektes Kundenerlebnis.
PIM und E-Commerce: Die Synergie für B2B-Wachstum
PIM und E-Commerce: Warum Ihr B2B-Shop ohne PIM nur die halbe Miete ist
Direkte Antwort: Darum ist ein PIM das fehlende Puzzleteil für deinen E-Commerce-Erfolg
Die wirksamste Methode, um dein E-Commerce-Potenzial im B2B-Umfeld voll auszuschöpfen, ist die Kombination aus einem E-Commerce-System und einem Product Information Management (PIM) System. Während die E-Commerce-Plattform für die Abwicklung von Transaktionen zuständig ist – also den Warenkorb, den Checkout und die Bestellungen – fungiert das PIM-System als zentrale, vorgelagerte Instanz für die Verwaltung, Anreicherung und Orchestrierung aller Produktdaten. Nur durch diese Arbeitsteilung erreichst du die Datenqualität, Effizienz und Skalierbarkeit, die für ein herausragendes digitales Kundenerlebnis und nachhaltiges Wachstum notwendig sind.
Einleitung: Das unsichtbare Glasdeck, das dein E-Commerce-Wachstum bremst
Stell dir folgendes Szenario vor: Ein mittelständischer Hersteller von Präzisionswerkzeugen, nennen wir ihn die "Schrauberheld GmbH", investiert eine sechsstellige Summe in eine brandneue B2B-Shop-Plattform. Die Erwartungen sind riesig. Endlich eine moderne Oberfläche, ein schneller Checkout und eine stabile technische Basis. Doch sechs Monate nach dem Go-Live ist die Ernüchterung im Team groß. Die Time-to-Market für neue Produkte hat sich kaum verbessert, die Daten in verschiedenen Länder-Shops sind immer noch inkonsistent und das Marketing-Team verbringt nach wie vor mehr Zeit mit dem Kopieren von Daten aus Excel-Tabellen als mit der Erstellung überzeugender Inhalte.
Der neue, teure Shop fühlt sich an wie ein Porsche, der mit angezogener Handbremse gefahren wird. Das Problem lag nicht bei der E-Commerce-Plattform selbst. Die war tatsächlich leistungsstark. Das Problem – die Handbremse – war das unsichtbare Chaos dahinter. Die Produktdaten kamen aus zerklüfteten ERP-Exporten, unzähligen Lieferanten-Excel-Listen und veralteten Ordnerstrukturen auf dem Firmenserver. Der neue Shop hatte das Chaos nicht beseitigt, er hatte ihm nur eine schönere Fassade gegeben.
Diese Geschichte ist kein Einzelfall. Sie ist die stille Realität in vielen B2B-Unternehmen, die versuchen, ein tiefgreifendes Datenproblem mit einem reinen Transaktionswerkzeug zu lösen. Sie stoßen gegen eine unsichtbare Decke, die ihr Wachstumspotenzial begrenzt. Dieser Artikel durchbricht diese Decke. Wir zeigen dir, warum deine E-Commerce-Plattform alleine niemals die Lösung sein wird und wie die strategische Synergie mit einem PIM-System das wahre Fundament für deinen digitalen Erfolg legt. Wir analysieren die Grenzen von Shopsystemen, definieren die Superkräfte eines PIM und belegen mit harten Zahlen, warum diese Kombination kein "Nice-to-have", sondern eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit ist.
Wo reine E-Commerce-Plattformen an ihre Grenzen stoßen: Eine ehrliche Analyse
Um die Notwendigkeit eines PIM-Systems zu verstehen, müssen wir zuerst die Kernkompetenz von E-Commerce-Plattformen anerkennen und respektieren. Systeme wie Shopware, Adobe Commerce (Magento) oder SAP Commerce Cloud sind hochspezialisierte Transaktionsmotoren. Ihre primäre Aufgabe ist es, einen reibungslosen und sicheren Kaufprozess zu gewährleisten. Sie verwalten das digitale Schaufenster (Storefront), den Warenkorb, die Zahlungsabwicklung und das nachgelagerte Bestellmanagement. Sie sind darauf optimiert, einen Kunden effizient von "Produkt ansehen" zu "Kauf abschließen" zu führen.
Doch genau diese Spezialisierung bedeutet auch, dass sie für die komplexen und umfassenden Anforderungen eines zentralen Produktdatenmanagements im B2B-Umfeld nicht konzipiert sind. Der Versuch, ein Shopsystem als behelfsmäßiges PIM zu missbrauchen, führt unweigerlich in eine Sackgasse.
Limitation 1: Mangelnde Skalierbarkeit bei komplexen Datenmodellen
Die Realität im B2B-Handel sind keine einfachen T-Shirts in drei Farben. Es sind Maschinen mit hunderten technischen Attributen, Ersatzteile mit komplexen Kompatibilitätsregeln, Elektronikkomponenten mit unzähligen Spezifikationen und Sicherheitsdatenblättern. Tausende von Attributen, Abhängigkeiten und Klassifikationen sind die Norm.
E-Commerce-Systeme sind für diese Tiefe nicht gebaut. Ihre Datenmodelle sind oft flach und auf die Darstellung im Frontend ausgelegt. Die Verwaltung von Tausenden von variantenreichen Produktkatalogen, wie sie für Industrie- und Fertigungsunternehmen typisch sind, übersteigt ihre Kapazitäten bei Weitem. Das Ergebnis ist ein unübersichtlicher Wust an benutzerdefinierten Feldern, unsauberen Workarounds und einer Datenstruktur, die bei jeder kleinen Änderung zu zerbrechen droht.
Limitation 2: Datensilos als Wachstumsbremse
Wenn deine Produktdaten ausschließlich im Backend deines E-Commerce-Systems leben, sind sie dort gefangen. Dieses Datensilo wird zu einer massiven Bremse für jede strategische Weiterentwicklung. Denk nur an die anderen Kanäle, die du bedienen musst:
Printkataloge: Für viele B2B-Unternehmen immer noch ein entscheidender Vertriebskanal. Die Daten müssen manuell aus dem Shop exportiert, formatiert und an die Agentur übergeben werden.
Marktplätze: Plattformen wie Amazon Business oder spezialisierte B2B-Marktplätze erfordern Daten in einem ganz bestimmten Format. Ohne zentrale Quelle wird für jeden Marktplatz ein eigener, manueller Export- und Anpassungsprozess nötig.
Mobile Apps für den Vertrieb: Dein Außendienst benötigt offline Zugriff auf die neuesten technischen Datenblätter und Verfügbarkeiten. Wie sollen diese Daten konsistent aus dem "Shop-Silo" auf die Tablets der Mitarbeiter kommen?
Technische Dokumentation: Handbücher und Anleitungen müssen mit den aktuellen Produktspezifikationen übereinstimmen.
Jede dieser Anforderungen erfordert manuelle Exporte, umständliche Anpassungen und erneute Uploads. Dieser Prozess ist nicht nur extrem zeitaufwendig, sondern auch eine garantierte Fehlerquelle.
Limitation 3: Inkonsistenz und Fehler als Konversion-Killer
Die manuelle Pflege von Daten über verschiedene Systeme hinweg ist die Hauptursache für Inkonsistenzen. Ein Tippfehler hier, eine veraltete Preisliste dort, eine falsche Maßeinheit in einer anderen Sprache – diese Fehler summieren sich. Laut Analysten können inkonsistente Produktinformationen zu bis zu 40 % mehr Retouren führen. Falsche technische Daten können im B2B-Bereich sogar zu teuren Fehlbestellungen und im schlimmsten Fall zu Produktionsausfällen beim Kunden führen.
Das untergräbt das Wichtigste, was du im E-Commerce besitzt: das Vertrauen deiner Kunden. Wenn ein Kunde auf deiner Webseite widersprüchliche Informationen findet, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er den Kauf abbricht und zum Wettbewerber geht. Die durchschnittlichen Kosten, die Unternehmen durch fehlerhafte Daten entstehen, belaufen sich auf schwindelerregende Summen.
Limitation 4: Fehlende Governance und Kollaborations-Workflows
Wer ist eigentlich verantwortlich für die Freigabe eines neuen Produkttextes? Welcher technische Produktdesigner hat die letzte Spezifikation geprüft? Und wer stellt sicher, dass die Übersetzung für den französischen Markt korrekt und markengerecht ist?
Ein E-Commerce-Backend bietet für diese Art der Zusammenarbeit keine adäquaten Werkzeuge. Es gibt keine strukturierten Freigabeprozesse, keine klaren Rollenverteilungen und keine nachvollziehbare Historie der Datenänderungen. Die Abstimmung erfolgt per E-Mail, Zuruf oder in unübersichtlichen Excel-Listen. Dieser Mangel an Governance führt zu einer schleichenden Erosion der Datenqualität und macht eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Produktmanagement, Marketing und Vertrieb nahezu unmöglich.
Ein System wie entitys.io ist hingegen von Grund auf dafür konzipiert, genau diese Komplexität in den Griff zu bekommen. Es geht nicht um Transaktionen, sondern darum, eine stabile, verlässliche und skalierbare Wahrheit für deine Produktdaten zu schaffen.
Das PIM-System als strategisches Datenorchester: Die 4 Säulen des Erfolgs
Wenn die E-Commerce-Plattform der virtuose Solist ist, der an der Rampe zum Kunden glänzt, dann ist das PIM-System das unsichtbare Orchester und der Dirigent zugleich. Es sorgt im Hintergrund dafür, dass der Solist eine perfekte, harmonische und fehlerfreie Partitur zur Verfügung hat, um das Publikum zu begeistern. Ein PIM ist keine Datenbank, es ist ein strategisches Daten-Hub, dessen Kernaufgabe die Zentralisierung, Verwaltung, Anreicherung und Verteilung von Produktinformationen ist. Seine Macht beruht auf vier fundamentalen Säulen.
Säule 1: Die "Single Source of Truth" – Absolute Datenhoheit
Das ist das Kernprinzip und der Ausgangspunkt für alles Weitere. Ein PIM-System etabliert eine einzige, unbestreitbare Quelle der Wahrheit für alle produktbezogenen Daten. Das bedeutet:
Technische Daten (Maße, Gewichte, Materialien, Leistungsdaten)
Marketing-Informationen (Produktbeschreibungen, Nutzenargumente, SEO-Keywords)
Logistische Daten (Verpackungseinheiten, Zolltarifnummern)
Digitale Assets (Bilder, Videos, PDFs, CAD-Zeichnungen)
Beziehungsdaten (Ersatzteile, Zubehör, Alternativprodukte)
Statt in dutzenden Systemen und Dateien verstreut zu sein, leben all diese Informationen an einem einzigen, zentralen Ort. Jede Änderung wird nur hier vorgenommen und von hier aus verteilt. Dies eliminiert Redundanzen, reduziert Fehler drastisch und schafft eine verlässliche Datengrundlage für das gesamte Unternehmen.
Säule 2: Fortschrittliche Datenmodellierung & Variantenlogik
Im Gegensatz zu den flachen Datenstrukturen vieler Shopsysteme ermöglicht ein PIM die Abbildung hochkomplexer, hierarchischer Datenmodelle, die die Realität von B2B-Produkten widerspiegeln.
Stell dir einen Elektromotor vor. Es gibt ein Basisprodukt mit einer allgemeinen Beschreibung, einem Marketing-Video und einer Markenlogo-Grafik. Davon erben nun spezifische Varianten (z.B. der Motor mit 24V- oder 48V-Anschluss) automatisch alle Basisinformationen. Nur die abweichenden Merkmale wie Spannung oder Leistung müssen auf Variantenebene gepflegt werden. Ändert das Marketing das Produktvideo am Basisprodukt, wird es automatisch für alle Varianten aktualisiert. Diese Vererbungslogik reduziert den Pflegeaufwand massiv und stellt Konsistenz sicher. Ein PIM kann solche komplexen Beziehungen und Abhängigkeiten mühelos verwalten – eine Aufgabe, an der jedes Standard-Shopsystem scheitern würde.
Säule 3: Datenqualität, Governance & Kollaboration
Ein PIM ist nicht nur ein Speicherort, sondern ein aktives Werkzeug zur Qualitätssicherung. Es etabliert klare Regeln und Prozesse:
Validierungsregeln: Das System prüft automatisch, ob Eingaben korrekt sind (z.B. ob eine Maßeinheit im richtigen Format vorliegt).
Vollständigkeitsprüfungen: Ein Produkt kann erst dann für den Verkauf freigegeben werden, wenn alle Pflichtattribute (z.B. Sicherheitsdatenblatt, Energieeffizienzklasse) gepflegt sind.
Strukturierte Workflows: Ein neues Produkt durchläuft definierte Schritte. Zuerst legt das Produktmanagement die technischen Daten an, dann schreibt das Marketing die Texte, anschließend übersetzt die Agentur die Inhalte und zum Schluss gibt der verantwortliche Manager alles frei. Jede Abteilung arbeitet in ihrer eigenen, aufgeräumten Ansicht.
Diese Tools verwandeln Datenpflege von einem reaktiven Chaos in einen proaktiven, qualitätsgetriebenen Prozess.
Säule 4: Multichannel-Syndication – Daten intelligent verteilen
Hier zeigt sich die wahre Macht des PIM als Datenorchester. Es ist der zentrale Verteiler, der die perfekt aufbereiteten Informationen an jeden Kanal ausspielt – und zwar genau in dem Format, das der jeweilige Kanal benötigt.
Der B2B-Webshop erhält die vollständigen, angereicherten Produktdaten inklusive aller Medien über eine Echtzeit-API.
Der Amazon Marketplace bekommt einen Feed, der exakt den Amazon-Vorgaben entspricht.
Die Print-Agentur erhält einen standardisierten Export (z.B. BMEcat), um den Jahreskatalog teilautomatisiert zu erstellen.
Die Sales-App wird mit den neuesten Datenblättern und Preisinformationen versorgt.
Das PIM sorgt dafür, dass die "Single Source of Truth" nicht nur eine interne Wahrheit bleibt, sondern konsistent an jedem Kundenkontaktpunkt erlebbar wird. Mit entitys.io erhalten gerade mittelständische Unternehmen die Werkzeuge für flexible Datenmodelle und effiziente Workflows, um ihre eigene "Single Source of Truth" zu etablieren, ohne sich in der Komplexität eines Enterprise-Projekts zu verlieren.
Synergien in der Praxis: Wie PIM und E-Commerce zusammenarbeiten (inkl. Praxisbeispiele)
Die Theorie klingt überzeugend, aber wie manifestiert sich diese Power-Kombination im täglichen Geschäftsbetrieb? Betrachten wir vier typische Szenarien, die den Unterschied zwischen "nur Shop" und "Shop + PIM" verdeutlichen.
Szenario 1: Beschleunigte Time-to-Market für neue Produkte
Ohne PIM: Der Prozess ist ein Albtraum. Das Produktmanagement schickt eine Excel-Liste mit technischen Daten. Das Marketing sucht die passenden Bilder vom Server und schreibt Texte in ein Word-Dokument. Der E-Commerce-Manager fügt alles manuell im Shop-Backend zusammen, entdeckt dabei Fehler, startet eine endlose E-Mail-Kette zur Klärung und hofft, das Produkt irgendwann live schalten zu können. Dauer: oft mehrere Wochen.
Mit PIM: Der Prozess ist ein klar definierter Workflow. Das Produktmanagement legt das Produkt im PIM an. Das System benachrichtigt automatisch das Marketing, die Texte und Bilder zu ergänzen. Nach der finalen Freigabe im PIM werden die vollständigen, validierten Daten automatisch an die E-Commerce-Plattform übertragen und sind innerhalb von Stunden live. Dauer: wenige Tage, manchmal nur Stunden.
Szenario 2: Skalierbare Internationalisierung
Ohne PIM: Dein Unternehmen will in Frankreich starten. Das bedeutet: Alle Produktdaten müssen aus dem deutschen Shop exportiert, in einer riesigen Excel-Tabelle an eine Übersetzungsagentur geschickt und nachher manuell in die neue französische Store-Ansicht kopiert werden. Dabei gehen Formeln kaputt, Sonderzeichen werden falsch dargestellt und der Überblick ist gleich Null.
Mit PIM: Im PIM wird einfach eine neue Sprache "Französisch" hinzugefügt. Das System zeigt an, welche Texte zur Übersetzung anstehen. Über eine Schnittstelle können diese direkt an ein Translation-Management-System (TMS) gesendet werden. Die übersetzten Inhalte fließen zurück ins PIM, werden zentral gepflegt und dann an den französischen Store-View ausgespielt. So können neue Märkte in einem Bruchteil der Zeit und mit deutlich höherer Qualität erschlossen werden.
Szenario 3: Perfekte Product Experience durch reichhaltige Daten
Ohne PIM: Dein B2B-Shop zeigt nur die Basisdaten, die mühsam aus dem ERP importiert wurden. Es fehlen detaillierte Anwendungsbeispiele, Videos, 360-Grad-Ansichten oder Verknüpfungen zu passenden Verbrauchsmaterialien. Die Anreicherung dieser Daten im Shop-Backend ist so umständlich, dass sie einfach unterbleibt. Die Customer Journey ist informativ, aber nicht inspirierend.
Mit PIM & integriertem DAM: Im PIM werden Produkte systematisch mit allen relevanten digitalen Assets (verwaltet im Digital Asset Management) verknüpft. Das System weiß, welches Installationsvideo, welches Sicherheitsdatenblatt und welche CAD-Zeichnung zu welchem Produkt gehört. Diese reichhaltigen Informationen werden an den Shop übertragen und schaffen ein umfassendes Produkterlebnis, das Kunden bei ihrer Kaufentscheidung unterstützt und Vertrauen aufbaut.
Szenario 4: Omnichannel-Konsistenz
Ohne PIM: Ein Kunde recherchiert ein Produkt auf deiner Website und sieht Preis A. Später findet er dasselbe Produkt von dir auf einem B2B-Marktplatz zu Preis B. Im gedruckten Katalog steht eine veraltete technische Spezifikation. Er ruft den Vertrieb an, der ihm wiederum andere Informationen gibt. Der Kunde ist verwirrt und verliert das Vertrauen in deine Marke.
Mit PIM: Alle Kanäle – Webshop, Marktplatz, Print, Vertriebs-App – werden aus einer einzigen, zentralen Quelle gespeist. Das PIM stellt sicher, dass Preis, Verfügbarkeit, technische Daten und Marketingbotschaften an jedem einzelnen Touchpoint absolut konsistent sind. Dies schafft ein nahtloses und vertrauenswürdiges Kundenerlebnis, egal wo die Interaktion stattfindet.
Diese Szenarien zeigen: Ein PIM-System wie entitys.io, mit seinen flexiblen Exportmöglichkeiten (z.B. für BMEcat), seiner modernen API und dem integrierten DAM, ist der entscheidende "Enabler" für eine moderne, agile und kundenzentrierte E-Commerce-Strategie im B2B-Mittelstand.
Der Business Case: Quantifizierbarer Mehrwert der PIM-E-Commerce-Synergie
Die strategischen Vorteile sind klar, aber was bedeutet die Einführung eines PIM-Systems für deine Bilanz? Die Investition lässt sich in harten, messbaren Kennzahlen rechtfertigen, die jeden CFO überzeugen. Basierend auf realen Projekterfahrungen und Analystenberichten ergeben sich folgende quantifizierbare Verbesserungen:
Reduzierung der Time-to-Market um >50 %: Wenn du neue Produkte doppelt so schnell auf den Markt bringst, generierst du auch doppelt so schnell Umsatz. Dieser Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb kann entscheidend sein.
Senkung des Datenpflege-Aufwands um bis zu 70 %: Stell dir vor, deine qualifizierten Mitarbeiter verbringen 70 % weniger Zeit mit dem Suchen, Kopieren und Korrigieren von Daten in Excel. Diese wertvolle Zeit kann stattdessen in strategische Aufgaben fließen: die Analyse von Kundenbedürfnissen, die Erstellung hochwertiger Inhalte oder die Optimierung der Customer Journey.
Reduzierung der Retourenquote um 15–25 %: Fehlerhafte oder unvollständige Produktinformationen sind ein Hauptgrund für Retouren. Durch die hohe Datenqualität, die ein PIM sicherstellt, bestellen Kunden von Anfang an das richtige Produkt. Jede vermiedene Retoure spart nicht nur Logistikkosten, sondern auch wertvolle Ressourcen im Kundenservice.
Steigerung der Conversion Rate um bis zu 25 %: Eine Fallstudie mit Shopware belegt sogar eine Steigerung um 27 %. Warum? Weil Kunden, die vollständige, konsistente und reichhaltige Produktinformationen finden, mehr Vertrauen haben und schneller eine Kaufentscheidung treffen. Bessere Daten führen direkt zu mehr Umsatz.
Senkung der Total Cost of Ownership (TCO): Ein oft übersehener Punkt. Der Versuch, dein E-Commerce-System mit teuren Individualentwicklungen zu einem PIM umzubauen, ist ein Fass ohne Boden. Ein sauberes Zusammenspiel, bei dem jedes System das tut, was es am besten kann, führt zu einer stabileren, wartungsärmeren und damit kostengünstigeren IT-Gesamtarchitektur. Du vermeidest Workarounds und senkst die langfristigen Betriebskosten deiner digitalen Infrastruktur.
Fazit: Dein E-Commerce-System ist der Motor, das PIM ist das Fundament
Wir kehren zurück zum Bild des Porsche mit angezogener Handbremse. Dein E-Commerce-System ist der leistungsstarke Motor. Es hat die Kraft, deine Kunden schnell und effizient ans Ziel zu bringen. Aber wenn dieser Motor auf einem wackeligen, unebenen Fundament aus Datenchaos steht, kann er seine PS niemals auf die Straße bringen. Du verschwendest sein Potenzial und wunderst dich, warum du nicht vom Fleck kommst.
Hör auf, ein Datenproblem mit einem Transaktionswerkzeug lösen zu wollen. Die Investition in ein PIM-System ist die strategische Entscheidung, zuerst ein solides Fundament zu gießen. Es ist die Anerkennung, dass exzellente, konsistente und leicht zugängliche Produktinformationen das eigentliche Kapital deines digitalen Geschäfts sind.
Ein PIM ist kein reines IT-Projekt; es ist eine Initiative, die deine Prozesse in Marketing, Vertrieb und Produktmanagement transformiert und die Grundlage für zukünftiges, skalierbares Wachstum legt. Es löst die Handbremse, damit dein E-Commerce-Motor endlich seine volle Leistung entfalten kann. Für mittelständische B2B-Unternehmen, die bereit sind, dieses Fundament zu bauen, ohne sich in der Komplexität von Enterprise-Lösungen zu verlieren, ist ein pragmatisches, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes System wie entitys.io der ideale und logische nächste Schritt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Unser E-Commerce-System hat doch auch benutzerdefinierte Felder. Reicht das nicht als PIM-Ersatz?
Nein, das reicht in der Regel nicht aus. Benutzerdefinierte Felder in Shopsystemen bieten keine der Kernfunktionen eines PIM: Sie haben keine Vererbungslogik, keine zentralen Workflows für die Datenanreicherung, keine Governance-Regeln zur Qualitätssicherung und keine spezialisierten Funktionen für die Verteilung der Daten an andere Kanäle. Sie sind eine kurzfristige Notlösung, die bei wachsender Komplexität schnell an ihre Grenzen stößt und zu einem unübersichtlichen Datenchaos führt.
Was ist der Unterschied zwischen der PIM-Integration in ein Shopsystem und der ERP-Integration?
Die ERP-Integration versorgt das PIM mit den logistischen Stamm- und Preisdaten (z.B. Artikelnummer, Lagerbestand). Das PIM reichert diese "rohen" Daten dann mit Marketingtexten, Bildern, technischen Spezifikationen und Übersetzungen an. Die PIM-Integration in das Shopsystem überträgt anschließend diese vollständigen, angereicherten und für den Verkauf optimierten Produktinformationen an das Frontend, damit der Kunde sie sehen kann.
Verlangsamt ein vorgeschaltetes PIM-System nicht die Datenaktualisierung in unserem Shop?
Im Gegenteil, es beschleunigt den gesamten Prozess. Moderne PIM-Systeme wie entitys.io sind über APIs (Schnittstellen) in Echtzeit mit den Shopsystemen verbunden. Eine Änderung im PIM kann sich also sofort im Shop widerspiegeln. Der entscheidende Vorteil ist, dass der Prozess zur Erstellung und Freigabe der Daten im PIM viel strukturierter und schneller ist als die manuelle Pflege direkt im Shop.
Wie aufwändig ist die Anbindung eines PIM-Systems wie entitys.io an gängige Shopsysteme wie Shopware oder Magento?
Die Anbindung an etablierte E-Commerce-Systeme ist heute ein standardisierter Prozess. Moderne, API-first-basierte PIM-Systeme wie entitys.io sind darauf ausgelegt, sich nahtlos in bestehende Systemlandschaften zu integrieren. Während jedes Projekt individuell ist, ist die technische Anbindung in der Regel unkompliziert und kann oft innerhalb kurzer Zeit realisiert werden, da die Schnittstellen auf beiden Seiten für diesen Datenaustausch optimiert sind.
Wir haben nur einen Online-Shop. Lohnt sich ein PIM-System für uns überhaupt?
Ja, absolut. Selbst wenn du heute nur einen einzigen Kanal hast, profitierst du massiv von den internen Vorteilen: drastisch reduzierte manuelle Aufwände, höhere Datenqualität, weniger Fehler und schnellere Produkteinführungen. Ein PIM schafft die Grundlage für exzellente Produktdaten. Außerdem bist du damit strategisch perfekt für die Zukunft aufgestellt, wenn weitere Kanäle wie Marktplätze oder internationale Shops hinzukommen.
MAGAZIN

