2. Juli 2025
Wie gelingt eine erfolgreiche PIM Implementierung in den ersten 100 Tagen
Der klare Fahrplan für Datenfundament, Systemaufbau und Go Live
Erfahren Sie, wie Sie Ihre PIM Einführung mit einem strukturierten 100 Tage Plan sicher steuern und früh messbare Erfolge erzielen.
Wie gelingt eine erfolgreiche PIM Implementierung in den ersten 100 Tagen
Der klare Fahrplan für Datenfundament, Systemaufbau und Go Live
Deine ersten 100 Tage: Der ultimative Projektplan für eine erfolgreiche PIM-Implementierung
Direkte Antwort: Dein Fahrplan für den PIM-Erfolg in den ersten 100 Tagen
Die ersten 100 Tage einer PIM-Implementierung legst du strategisch an, indem du einen dreiphasigen Projektplan – Daten-Audit & Governance, System-Setup & ERP-Anbindung, User-Training & Go-Live – präzise umsetzt. Dieser strukturierte Ansatz schließt die Lücke zwischen Kaufentscheidung und erfolgreichem Start, minimiert Risiken und positioniert dein Unternehmen als Vorreiter im Produktdatenmanagement.
Einleitung: Die kritische Phase nach der Kaufentscheidung – Warum die ersten 100 Tage zählen
Die Entscheidung für ein neues Product Information Management (PIM) System ist oft das Ergebnis monatelanger Überlegungen, intensiver Marktanalysen und zäher Budgetverhandlungen. Endlich liegt der Vertrag auf dem Tisch – eine strategische Weichenstellung für die digitale Zukunft deines Unternehmens. Doch kaum ist die Tinte trocken, beginnt für PIM-Projektleiter und IT-Verantwortliche die eigentlich kritische Phase: die Implementierung. Hier lauert die Unsicherheit. Die Angst vor langen Projektlaufzeiten, Budgetüberschreitungen und einer mangelnden Akzeptanz durch das Team ist real. Eine erfolgreiche PIM-Einführung ist kein Selbstläufer, sondern erfordert einen präzisen Fahrplan, der die Lücke zwischen Kaufentscheidung und erfolgreichem Go-Live schließt.
Gerade die ersten 100 Tage nach der Vertragsunterzeichnung sind entscheidend. Sie legen das Fundament für den gesamten Projekterfolg. Fehler in dieser frühen Phase können sich später exponentiell in Kosten, Verzögerungen und Frustration niederschlagen. Doch mit einem klaren, strukturierten Projektplan, der die Komplexität in beherrschbare Schritte unterteilt, verwandelst du diese Unsicherheit in messbaren Fortschritt und schaffst eine Welle der Motivation im gesamten Unternehmen. Dieser Leitfaden nimmt dir die Angst vor dem "großen Unbekannten" und gibt dir eine pragmatische, erprobte Roadmap an die Hand, um deine PIM-Implementierung von Tag eins an auf Erfolgskurs zu bringen.
Die Psychologie des Projekts: Warum die Angst vor der Implementierung real ist
Die Entscheidung für ein PIM ist oft ein langer Weg, gespickt mit internen Diskussionen und der Überwindung bestehender Strukturen. Ist diese Hürde genommen, fühlen sich viele Verantwortliche erleichtert – und gleichzeitig etwas ratlos. Die Technik ist gekauft, aber wie geht es jetzt genau weiter? Die Angst, ein so wichtiges Projekt in den Sand zu setzen, ist eine natürliche Reaktion. In unserer Erfahrung bei entitys.io beobachten wir immer wieder, dass viele Unternehmen die Komplexität der Phase nach der Kaufentscheidung unterschätzen. Sie sind gut darin, Probleme zu analysieren und eine Lösung auszuwählen, aber weniger geübt darin, den Übergang von der Theorie zur Praxis systematisch zu gestalten.
Stell dir vor, dein Unternehmen hat sich entschieden, eine wichtige Brücke zu bauen. Die Baupläne sind genehmigt, die Finanzierung steht. Doch ohne einen detaillierten Bauzeitenplan, ohne klare Verantwortlichkeiten für jeden einzelnen Schritt – vom Fundament über die Pfeiler bis zur Fahrbahn – wird aus dem visionären Projekt schnell ein Albtraum. Genau das passiert oft bei der PIM-Implementierung. Die Kaufentscheidung ist die Entscheidung für die Brücke. Die Implementierung ist der Bau dieser Brücke. Ohne einen klaren, schrittweisen Plan stürzt sie ein, metaphorisch gesprochen, in einem Meer aus Datenchaos und Frustration. Eine pragmatische Roadmap für die ersten 100 Tage nimmt dem Kunden die Angst vor dem Implementierungsprojekt. Sie zeigt unsere Expertise nicht nur im Produkt, sondern auch im Prozess und positioniert uns als verlässlichen Implementierungspartner, der von Anfang an Sicherheit bietet.
Fundament legen – Daten-Audit, Bereinigung und Governance (Tage 1-30)
Der erste Monat deiner PIM-Implementierung ist entscheidend, um ein solides Fundament für alles Weitere zu legen. Hier konzentrierst du dich darauf, die Wahrheit über deine Produktdaten ans Licht zu bringen, Altlasten zu beseitigen und klare Spielregeln für den Umgang mit Informationen zu definieren. Dieser Schritt mag weniger glamourös wirken als der Go-Live, ist aber der wichtigste Garant für nachhaltigen Erfolg.
Daten-Audit: Die Wahrheit über deine Produktdaten ans Licht bringen
Bevor du auch nur eine Zeile Daten in dein neues PIM-System migrierst, musst du genau wissen, wo du stehst. Ein umfassendes Daten-Audit ist wie eine Inventur deines wertvollsten digitalen Kapitals. Viele Unternehmen finden in dieser Phase heraus, dass ihre Produktdaten in einem weit größeren Chaos stecken, als sie angenommen hatten. Wir sehen häufig, dass Informationen über das ERP-System, unzählige Excel-Listen auf Netzlaufwerken, lokale Ordner im Marketing und sogar in den Köpfen einzelner Mitarbeiter verstreut sind. Das Ziel ist es, diese Silos zu identifizieren.
Was du im Daten-Audit herausfindest:
Datenquellen: Wo werden produktrelevante Informationen aktuell gespeichert und gepflegt? (z.B. ERP, Excel, SharePoint, lokale Laufwerke, Print-Kataloge als einzige Quelle für bestimmte Texte).
Datenlücken: Welche Attribute fehlen für eine vollständige Produktbeschreibung, insbesondere für die Anforderungen der angestrebten Vertriebskanäle?
Inkonsistenzen: Welche Informationen widersprechen sich über verschiedene Quellen hinweg? (z.B. unterschiedliche Maßeinheiten, abweichende Produktnamen).
Redundanzen: Existieren Dubletten im Datenbestand oder werden dieselben Informationen mehrfach an verschiedenen Stellen gepflegt?
Qualitätslevel: Welchen Grad an Vollständigkeit, Korrektheit, Konsistenz, Aktualität und Eindeutigkeit weisen deine Daten auf? (Mehr dazu in unserem Leitfaden zur Produktdatenqualität messen).
Ein detaillierter "Health Check" deiner Daten vor der Migration ist nicht nur empfehlenswert, sondern zwingend notwendig. Er deckt nicht nur Probleme auf, sondern liefert auch die Argumente, um die notwendigen Ressourcen für die Bereinigung freizumachen. entitys.io unterstützt dich mit flexiblen Importfunktionen, die dir helfen, Daten aus heterogenen Quellen zu konsolidieren und erste Muster von Chaos zu erkennen.
Datenbereinigung und Harmonisierung: Das Fundament für Qualität
Basierend auf den Erkenntnissen deines Daten-Audits beginnt nun die eigentliche Aufräumarbeit. Dieser Schritt ist oft aufwendig, aber unumgänglich, da dein PIM-System sonst zu einem teuren Spiegel deiner bestehenden Probleme wird. Der Spruch "Garbage in, garbage out" gilt hier in vollem Umfang. Das Ziel ist, eine saubere, konsistente und vollständige Datengrundlage zu schaffen, die als "Single Source of Truth" für dein PIM dienen kann.
Strategien zur Datenbereinigung:
Dubletten eliminieren: Identifiziere und merge doppelte Datensätze. Lege eine eindeutige Artikelnummer (SKU/GTIN) als primären Schlüssel fest.
Fehler korrigieren: Bereinige Tippfehler, falsche Zahlen oder veraltete Informationen.
Attribute standardisieren: Definiere verbindliche Maßeinheiten (z.B. immer "mm", nie "Millimeter"), Farbbezeichnungen (z.B. immer "Blau", nie "Hellblau" oder "Marine") und andere Attribute aus einer vordefinierten Auswahlliste. Dies ist entscheidend für die spätere Filterung und Suche.
Daten anreichern: Fülle identifizierte Datenlücken, indem du fehlende Attribute ergänzt oder Produktbeschreibungen vervollständigst. Priorisiere dabei die wichtigsten Produkte und die für den Go-Live relevantesten Informationen.
Dein PIM-System ist in dieser Phase ein entscheidender Partner. entitys.io bietet intelligente Validierungsregeln, die dich bei der Einhaltung von Formaten und Pflichtfeldern unterstützen. Massenbearbeitungsfunktionen erleichtern das schnelle Anpassen von Attributen über ganze Produktgruppen hinweg. So wird aus einem manuellen Copy-Paste-Marathon ein strukturierter, systemgestützter Prozess.
PIM Daten-Governance: Klare Regeln und Verantwortlichkeiten schaffen
Die besten Daten sind wertlos, wenn niemand weiß, wer für sie verantwortlich ist und nach welchen Regeln sie gepflegt werden. Eine klare PIM Daten-Governance ist das Betriebssystem, das die Nachhaltigkeit deiner Datenqualität sichert. Sie verhindert, dass nach der anfänglichen Bereinigung wieder Wildwuchs entsteht. In unserem Artikel zur PIM Daten-Governance haben wir dies detailliert beleuchtet.
Kernpunkte der PIM Daten-Governance:
Rollen definieren: Lege eindeutig fest, wer welche Rolle im PIM-Prozess übernimmt:
Data Owner: Die Führungskraft, die die strategische Verantwortung für einen Datenbereich (z.B. Marketing, Technik) trägt und die Qualitätsstandards definiert.
Data Steward: Der operative Hüter der Datenqualität, der die Regeln durchsetzt, Fehler bereinigt und die Anwender schult. Oft ist dies der PIM-Projektleiter.
Data Creator / Maintainer: Die Mitarbeiter aus Produktmanagement, Marketing oder Technik, die spezifische Datenpunkte erstellen und pflegen.
Verantwortlichkeiten zuweisen: Für jedes Attribut und jeden Dokumententyp muss klar sein, wer für die initiale Erstellung und die laufende Pflege verantwortlich ist.
Qualitätsstandards festlegen: Definiere messbare Kriterien für Vollständigkeit, Korrektheit und Konsistenz, die später im PIM technisch durchgesetzt werden können.
Freigabeprozesse definieren: Erstelle Workflows, die festlegen, wann und von wem Daten geprüft und für die Veröffentlichung freigegeben werden, bevor sie in die Vertriebskanäle ausgespielt werden.
Mit entitys.io kannst du diese Governance-Struktur direkt im System abbilden. Das differenzierte Rechte- und Rollenmanagement stellt sicher, dass jeder Mitarbeiter nur die Daten sieht und bearbeiten kann, für die er zuständig ist. Anpassbare Workflows führen dein Team durch den Datenpflegeprozess und stellen sicher, dass alle definierten Schritte eingehalten werden.
Die Brücke bauen – System-Setup, Datenmigration und ERP-Anbindung (Tage 31-70)
Nachdem das Fundament in Phase 1 gelegt wurde, konzentriert sich der zweite Monat auf die technische Implementierung und die Integration deines PIM-Systems in die bestehende IT-Landschaft. Dies ist die Phase, in der dein PIM-System zum Leben erwacht und sich nahtlos mit den anderen Kernsystemen deines Unternehmens verbindet.
PIM-System-Setup: Dein neues Zuhause einrichten
Jetzt wird es konkret: Die Konfiguration deines PIM-Systems. Basierend auf dem in Phase 1 definierten Datenmodell und den erarbeiteten Qualitätsstandards, richtest du die Struktur in deinem PIM ein. Dies ist der Moment, in dem die abstrakten Konzepte eine konkrete Form annehmen.
Schritte des System-Setups:
Datenmodell-Konfiguration: Lege alle definierten Attribute an, strukturiere sie in Attributgruppen und baue die notwendigen Hierarchien und Produktbeziehungen auf. Definiere die Datentypen (Text, Zahl, Auswahlliste, Medien-Asset) und hinterlege die Validierungsregeln.
Kanal-Einrichtung: Definiere die Exportkanäle, die dein PIM bedienen soll (z.B. "Webshop DE", "Amazon Business", "Printkatalog"). Dies ist entscheidend für die spätere kanalspezifische Ausleitung der Daten.
Benutzer- und Rollenmanagement: Richte die Benutzerkonten ein und weise die in Phase 1 definierten Rollen und Berechtigungen zu. Dies stellt sicher, dass jeder Mitarbeiter die für seine Aufgaben notwendigen Zugriffsrechte erhält.
Oberflächenanpassung: Optimiere die Benutzeroberfläche, um die Nutzerfreundlichkeit für dein Team zu maximieren. Eine intuitive und klare Darstellung reduziert den Einarbeitungsaufwand und fördert die Akzeptanz.
entitys.io zeichnet sich durch eine intuitive Benutzeroberfläche und ein flexibles Datenmodell aus, das es dir ermöglicht, diese Konfigurationsschritte schnell und selbstständig durchzuführen, ohne aufwendige Programmierung. So wird die Einrichtung deines PIM-Systems zu einem agilen Prozess, der sich genau an deine Bedürfnisse anpasst.
Datenmigration: Die Bewegung deiner Schätze
Die Datenmigration ist einer der kritischsten Schritte jeder PIM-Implementierung. Hier werden die in Phase 1 bereinigten und harmonisierten Daten aus deinen Altsystemen (z.B. ERP-Exporte, bestehende Excel-Listen, Altsystem-Exports) in dein neues PIM-System überführt. Eine sorgfältige Planung und iterative Durchführung sind hier unerlässlich, um Datenverluste oder -fehler zu vermeiden. Unser Artikel zu den versteckten PIM-Kosten unterstreicht die Wichtigkeit einer realistischen Planung in diesem Bereich.
Strategien für eine reibungslose Datenmigration:
Inkrementelle Migration: Statt eines "Big Bang", bei dem alle Daten auf einmal migriert werden, empfiehlt sich oft eine schrittweise Migration, z.B. nach Produktkategorien oder den wichtigsten Produkten zuerst. Dies reduziert das Risiko und ermöglicht eine schnellere Validierung.
Testläufe: Führe mehrere Testmigrationen durch und lasse die migrierten Daten von Fachexperten validieren. Vergleiche die Daten im PIM mit den Quelldaten, um Fehler frühzeitig zu erkennen und die Mapping-Regeln zu optimieren.
Mapping-Dokumentation: Dokumentiere präzise, welches Feld aus dem Quellsystem in welches Attribut im PIM-System migriert wird. Berücksichtige dabei notwendige Transformationen (z.B. Einheitenumrechnungen, Wertnormierungen).
Historische Daten: Entscheide, welche historischen Daten (z.B. alte Artikel oder veraltete Attribute) migriert werden müssen und welche archiviert oder gelöscht werden können, um das System schlank zu halten.
entitys.io bietet hochentwickelte Import-Werkzeuge und flexible Mapping-Funktionen, die den Prozess der Datenmigration erheblich vereinfachen. Du kannst Import-Profile erstellen, die sich an die Struktur deiner Quelldateien anpassen, und Transformationen direkt im System konfigurieren, ohne aufwendige Programmierung.
ERP-Anbindung: Der Puls deines Unternehmens
Das ERP-System ist das Herzstück vieler B2B-Unternehmen und für die Verwaltung von Stammdaten, Preisen, Beständen und logistischen Informationen zuständig. Die nahtlose Integration deines PIM mit dem ERP ist daher von entscheidender Bedeutung, um eine konsistente Datenbasis sicherzustellen und manuelle Doppelerfassung zu vermeiden. Unser Artikel "Wie eine PIM-Integration das ERP-System revolutioniert" erläutert die Vorteile dieser Verbindung ausführlich.
Schwerpunkte der ERP-Anbindung:
Datenflüsse definieren: Lege fest, welche Daten vom ERP ins PIM fließen (z.B. Artikelnummern, Basispreise, Bestände) und welche Daten eventuell vom PIM zurück ans ERP gehen (z.B. angereicherte Produktbeschreibungen bei Bedarf).
Schnittstellenauswahl: Nutze moderne APIs (Application Programming Interfaces) zur Anbindung. Diese ermöglichen einen automatisierten und performanten Datenaustausch in Echtzeit oder in definierten Intervallen. Vermeide manuelle CSV-Exporte, wo immer möglich.
Plausibilitätsprüfungen: Richte im PIM Validierungsregeln ein, die die aus dem ERP übernommenen Daten auf Korrektheit und Konsistenz prüfen (z.B. Preis > 0, Artikelnummer ist eindeutig).
Referenz-Produkte: Beginne die Anbindung mit einer überschaubaren Anzahl von Referenz-Produkten, um den Datenfluss zu testen und eventuelle Probleme frühzeitig zu identifizieren und zu beheben. Dies minimiert das Risiko für den späteren Volllastbetrieb.
entitys.io bietet robuste APIs und oft auch Standard-Konnektoren, die eine nahtlose und performante Anbindung an gängige ERP-Systeme wie SAP oder Microsoft Dynamics gewährleisten. Unsere Systemarchitektur ist darauf ausgelegt, dass dein PIM als intelligenter Hub agiert, der die Brücke zwischen den transaktionalen Daten des ERP und den reichhaltigen Marketing- und Vertriebsdaten des PIM schlägt.
Go-Live und darüber hinaus – User-Training, Rollout und kontinuierliche Optimierung (Tage 71-100)
Nachdem das PIM-System technisch eingerichtet und die Daten migriert sind, konzentriert sich der letzte Teil der 100-Tage-Roadmap auf die Aktivierung deiner Mitarbeiter und den initialen Rollout. Diese Phase ist entscheidend, um sicherzustellen, dass dein PIM nicht nur technisch funktioniert, sondern auch von deinem Team angenommen wird und echten Mehrwert für die Kunden schafft.
User-Training und Change Management: Dein Team befähigen
Die beste Software ist wertlos, wenn sie nicht genutzt wird. Eine PIM-Einführung ist immer auch ein Change-Management-Projekt, das die Arbeitsweise vieler Abteilungen verändert. Ein durchdachtes Schulungskonzept und eine proaktive Kommunikationsstrategie sind hier unerlässlich. Unser Leitfaden zu Change Management bei der PIM-Einführung gibt dir detaillierte Einblicke.
Erfolgsfaktoren für User-Training und Change Management:
Rollenspezifische Schulungen: Passe die Trainingsinhalte exakt an die Aufgaben der jeweiligen Anwendergruppen an. Ein Produktmanager benötigt andere Inhalte als ein E-Commerce-Spezialist oder ein Vertriebsmitarbeiter.
Praxisnahe Beispiele: Nutze die eigenen Produkte deines Unternehmens in den Schulungen. Zeige konkrete Anwendungsfälle, die den Arbeitsalltag der Mitarbeiter direkt verbessern.
Kommunikation der Vorteile: Erkläre nicht nur, wie das System funktioniert, sondern vor allem, welchen Nutzen es für den Einzelnen und das gesamte Unternehmen bringt (z.B. weniger manuelle Arbeit, schnellere Produktveröffentlichung, bessere Datenqualität).
Champions identifizieren: Bilde interne Multiplikatoren aus, die als erste Ansprechpartner für ihre Kollegen dienen und den Wandel aktiv unterstützen.
Quick Wins schaffen: Identifiziere frühe, sichtbare Erfolge, die den Mitarbeitern zeigen, dass die PIM-Einführung eine echte Verbesserung darstellt (z.B. die automatisierte Erstellung eines bisher manuellen Datenblatts).
Die intuitive User Experience (UX) von entitys.io reduziert den Schulungsaufwand erheblich. Die klare und moderne Benutzeroberfläche ermöglicht es den Fachanwendern, sich schnell im System zurechtzufinden und produktiv zu arbeiten.
Kanal-Rollout: Deine Produkte an die Front bringen
Jetzt ist der Moment gekommen, die ersten Ergebnisse deiner PIM-Implementierung für deine Kunden sichtbar zu machen. Beginne mit einem oder zwei strategisch wichtigen Vertriebskanälen, um den Prozess zu testen und Feedback zu sammeln.
Strategie für den initialen Kanal-Rollout:
Priorisierung der Kanäle: Wähle einen Kanal, der einen hohen Nutzen verspricht und gleichzeitig eine überschaubare Komplexität hat (z.B. den eigenen Online-Shop, ein neues B2B-Kundenportal oder die Datenversorgung eines wichtigen Marktplatzes für eine Pilot-Produktgruppe).
Kanalspezifische Konfiguration: Definiere im PIM, welche Attribute, Bilder und Texte für diesen spezifischen Kanal benötigt werden und in welchem Format sie ausgespielt werden sollen (Daten-Syndizierung). Berücksichtige dabei SEO-Anforderungen und rechtliche Vorgaben.
Automatisierte Exporte: Richte die automatisierten Export-Feeds aus dem PIM zum Zielsystem ein. Prüfe die reibungslose Datenübertragung und die korrekte Darstellung der Produktinformationen im Live-System.
Qualitätskontrolle: Führe eine abschließende Qualitätskontrolle auf dem Live-Kanal durch. Stimmen die Bilder? Sind die Texte korrekt und vollständig? Funktionieren die Filter und Suchfunktionen?
entitys.io bietet flexible Export-Regelwerke und eine leistungsstarke Automatisierung für die kanalspezifische Syndizierung von Produktdaten. Du kannst unterschiedliche Datenfeeds für verschiedene Kanäle konfigurieren und sicherstellen, dass deine Produkte überall im besten Licht präsentiert werden.
Monitoring und kontinuierliche Optimierung: Der Kreislauf des Erfolgs
Der Go-Live ist kein Ende, sondern der Beginn eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Dein PIM-System ist ein lebendiges Werkzeug, das sich mit deinem Unternehmen und den Marktanforderungen weiterentwickeln muss. Etabliere Mechanismen, um die Performance deiner Daten und Prozesse laufend zu überwachen und zu optimieren.
Eckpfeiler der kontinuierlichen Optimierung:
KPIs definieren und messen: Lege Kennzahlen fest, um den Erfolg deiner PIM-Initiative zu messen. Dazu gehören zum Beispiel die Time-to-Market für neue Produkte, der Data Quality Score (Vollständigkeit, Korrektheit), die Retourenquote aufgrund falscher Produktinformationen oder die Conversion Rate im Online-Shop (in Kombination mit Web-Analyse-Tools).
Feedback-Schleifen etablieren: Richte Prozesse ein, um Feedback von allen kundennahen Abteilungen (Vertrieb, Kundenservice, Marketing) zu sammeln. Welche Informationen fehlen den Kunden? Wo gibt es neue Inkonsistenzen? Nutze diese Rückmeldungen, um das Datenmodell und die Inhalte im PIM anzupassen.
Regelmäßige Reviews: Führe regelmäßige Meetings (z.B. monatlich oder quartalsweise) mit dem PIM-Kernteam und den Stakeholdern durch. Überprüfe den Zustand deines Datenmodells. Sind alle Attribute noch relevant? Gibt es neue Informationsbedürfnisse, die abgebildet werden müssen? Halte dein System schlank und aufgeräumt.
Skalierung planen: Dein PIM-System sollte mit deinem Unternehmen wachsen. Plane bereits frühzeitig die Anbindung weiterer Kanäle, neuer Sprachen oder die Erweiterung des Produktportfolios. Ein flexibles PIM wie entitys.io ermöglicht dir diese Skalierbarkeit ohne aufwendige Neuimplementierungen.
entitys.io unterstützt dich mit intuitiven Dashboards und Reporting-Funktionen, die dir einen Überblick über die Datenqualität und den Fortschritt deiner PIM-Initiative geben. So triffst du datengestützte Entscheidungen und optimierst deine Product Experience kontinuierlich.
Fazit: Deine ersten 100 Tage als Fundament für nachhaltiges Wachstum
Die ersten 100 Tage nach der Entscheidung für ein PIM-System sind die kritischste Phase deiner Implementierungsreise. Ein klar strukturierter Projektplan, der den Fokus auf Daten-Audit, Bereinigung, Governance, System-Setup, Integration und eine umfassende Nutzerbefähigung legt, ist der Schlüssel zum Erfolg. Indem du diesen Plan präzise umsetzt, schließt du nicht nur die Lücke zwischen Kaufentscheidung und Go-Live, sondern legst das Fundament für ein Produktdatenmanagement, das dein Unternehmen nachhaltig agiler, effizienter und wettbewerbsfähiger macht. Du verwandelst ein potentiell komplexes Projekt in eine beherrschbare Mission mit sichtbaren Erfolgen.
Mit einem auf den Mittelstand zugeschnittenen System wie entitys.io hast du den idealen Partner an deiner Seite. Unsere Plattform ist darauf ausgelegt, dir die Werkzeuge und die Unterstützung zu geben, die du benötigst, um diesen 100-Tage-Plan nicht nur zu meistern, sondern dein Unternehmen als Vorreiter in Sachen Product Experience Management zu positionieren. Nutze diese entscheidende Phase, um dein volles Potenzial freizusetzen und die Zukunft deines Produktdatenmanagements aktiv zu gestalten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum sind die ersten 100 Tage bei der PIM-Implementierung so entscheidend?
Die ersten 100 Tage legen das Fundament für die gesamte PIM-Nutzung. Ein klarer Plan in dieser Phase sichert die Datenqualität, etabliert Prozesse und sorgt für Nutzerakzeptanz, was langfristig über den Erfolg oder Misserfolg des Projekts entscheidet.
Was sind die größten Risiken bei der PIM-Implementierung in den ersten 100 Tagen?
Die größten Risiken sind eine unzureichende Datenbereinigung, das Fehlen einer klaren Daten-Governance und eine mangelnde Einbindung der Mitarbeiter. Diese Faktoren können zu Datenchaos, Ineffizienz und Ablehnung des Systems führen.
Wie kann entitys.io bei der Umsetzung dieses 100-Tage-Plans helfen?
entitys.io unterstützt dich mit einer intuitiven Benutzeroberfläche, flexiblen Datenmodellierungsoptionen, robusten Import- und Exportfunktionen sowie anpassbaren Workflows, die speziell auf die pragmatischen Bedürfnisse mittelständischer Unternehmen zugeschnitten sind und die schnelle Wertschöpfung ermöglichen.
Wie kann ich die Akzeptanz der Mitarbeiter für das neue PIM-System sicherstellen?
Stelle die Vorteile des PIM-Systems klar heraus, beziehe die Mitarbeiter frühzeitig in die Planung ein und biete rollenspezifische, praxisnahe Schulungen an. Beginne mit Quick Wins, die den Arbeitsalltag der Teams sofort verbessern.
Ist die ERP-Anbindung in den ersten 100 Tagen realistisch?
Ja, die Anbindung an das ERP-System für die essentiellen Basisdaten ist in dieser Phase nicht nur realistisch, sondern entscheidend für den Go-Live des PIM. Ein PIM-System mit robusten APIs und Standard-Konnektoren, wie entitys.io, beschleunigt diesen Integrationsschritt erheblich.
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