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atamya-Alternativen 2026: Die ehrliche Landkarte nach dem eggheads-Rebranding

Aus eggheads wurde atamya – eine faire Übersicht, welche PIM-Systeme für welches Bedarfsprofil passen und wann Bleiben die richtige Antwort ist.

Im Frühjahr 2025 hat die eggheads GmbH aus Bochum einen großen Schritt gemacht: Aus eggheads wurde die ATAMYA GmbH, aus der eggheads Suite wird schrittweise die Atamya Product Cloud – eine cloud-native Plattform nach MACH-Prinzipien (Microservices, API-first, Cloud-native, Headless). Wer heute nach "eggheads PIM" sucht, landet auf atamya.com. Für Bestandskunden und Unternehmen mitten in der PIM-Auswahl ist so ein Rebranding ein natürlicher Anlass, die eigene Situation einmal in Ruhe zu prüfen: Passt das System – und der Weg, den der Anbieter geht – noch zu dem, was wir brauchen?

Wichtig vorweg: Dieser Artikel ist keine Abrechnung. atamya ist einer der etabliertesten deutschen PIM-Anbieter, mit Jahrzehnten Markterfahrung und Referenzen wie OBO Bettermann und CHRIST. Ein Rebranding ist erst einmal weder gut noch schlecht – es ist ein Ereignis, das Fragen aufwirft. Wenn du gerade nach einer atamya Alternative suchst, bekommst du hier eine ehrliche Landkarte: welche Systeme für welches Bedarfsprofil passen, welche Fragen du dir vor einem Wechsel stellen solltest – und wann Bleiben (und auf die Product Cloud migrieren) die richtige Antwort ist.

Wer sucht nach atamya-Alternativen – und warum?

In unseren Gesprächen tauchen im Wesentlichen vier Situationen auf, in denen sich Unternehmen nach Alternativen umsehen. Keine davon setzt voraus, dass mit atamya etwas nicht stimmt:

  • Standortbestimmung nach dem Rebranding: Ein neuer Name, eine neue Domain, eine neue Produktgeneration – das ist strategisch nachvollziehbar, aber es verändert die Bezugspunkte. Wer vor Jahren "eggheads Suite" eingeführt hat, evaluiert heute faktisch einen Anbieter mit neuer Cloud-Strategie. Viele Unternehmen nutzen so einen Moment schlicht, um zu prüfen, ob Anforderungen und System noch zusammenpassen. Das ist gutes Vendor-Management, kein Misstrauensvotum.

  • Der Umstieg von der eggheads Suite auf die Product Cloud ist selbst ein Migrationsmoment: Die Atamya Product Cloud ist eine neu aufgesetzte, cloud-native Plattform – kein einfaches Versions-Update der klassischen Suite. Wer diesen Umstieg plant, macht ohnehin ein Migrationsprojekt: Datenmodell prüfen, Daten überführen, Prozesse neu denken. Das ist der sachlich richtige Zeitpunkt, um einmal breiter zu vergleichen – selbst wenn am Ende die Product Cloud gewinnt.

  • Projekt- und Betriebskosten: atamya wird typischerweise als Projekt mit dem Anbieter oder über Implementierungspartner eingeführt und konfiguriert. Bei komplexen Enterprise-Anforderungen ist das angemessen – aber es ist ein Kostenprofil, das nicht zu jedem Mittelständler passt. Wie sich solche Gesamtkosten zusammensetzen, zeigen wir im Artikel zu versteckten PIM-Kosten.

  • Selbst machen statt beauftragen: Manche Teams möchten Datenmodell, Klassifikation und Exporte komplett selbst in der Hand haben, statt für Anpassungen ein Projekt oder Ticket aufzusetzen. Das ist keine Kritik am Projektmodell – es ist eine Frage der eigenen Arbeitsweise.

Wofür atamya stark ist

Fairness gehört in beide Richtungen. atamya – vielen noch als eggheads bekannt – gehört zu den Pionieren des Produktdatenmanagements in Deutschland, und dafür gibt es Gründe:

  • Jahrzehnte Markterfahrung: Das Unternehmen ist seit den 1990er-Jahren im Produktdatengeschäft aktiv. So eine Historie bedeutet: Die typischen Probleme großer Produktdatenbestände sind dort seit Langem bekannt und gelöst.

  • Enterprise-Funktionstiefe: Umfangreiches Datenmodell, Workflows, Freigabeprozesse, Mehrsprachigkeit – die Plattform ist für anspruchsvolle Organisationen mit vielen Beteiligten gebaut.

  • Starke Referenzen: Kunden wie OBO Bettermann, CHRIST, Steiff oder Wilo sprechen für sich – das sind keine kleinen Datenbestände, sondern ernsthafte Produktdatenlandschaften.

  • Moderne Architektur-Entscheidung: Mit der Product Cloud setzt atamya konsequent auf MACH-Prinzipien. Für Unternehmen mit Composable-Commerce-Strategie ist das ein Argument für die Plattform, nicht dagegen.

Kurz: Wenn du die Funktionstiefe brauchst, den Cloud-Weg des Anbieters mitgehen willst und ein Implementierungsprojekt für euch der richtige Modus ist, gibt es wenig Grund, wegen des Rebrandings allein zu wechseln. Die spannende Frage ist eine andere: Bist du dieses Unternehmen?

Die Landkarte: atamya-Alternativen nach Bedarfsprofil

Es gibt nicht "die beste" atamya-Alternative – es gibt verschiedene Systeme für verschiedene Bedürfnisse. Wir sortieren den Markt deshalb nicht nach "besser oder schlechter", sondern nach Bedarfsprofilen. Denselben Ansatz fahren wir auch in den Artikeln zu Contentserv-Alternativen und Akeneo-Alternativen.

Profil 1: Enterprise-PXM und MDM – Centric PXM, Stibo STEP, Informatica

Wenn deine Anforderungen das Enterprise-Segment verlangen – viele Gesellschaften, globale Datendomänen, strenge Governance – sind Centric PXM (das frühere Contentserv), Stibo Systems STEP und Informatica MDM – Product 360 die naheliegenden Kandidaten. Stibo und Informatica denken Produktdaten als Teil eines übergreifenden Master-Data-Managements: nicht nur Produkte, sondern auch Lieferanten, Kunden und Standorte in einem Datenmodell. Das ist mächtig, aber es sind ausgewachsene Enterprise-Projekte mit entsprechenden Budgets, Laufzeiten und Systemintegratoren. Für den DACH-Mittelstand sind diese Plattformen in der Regel überdimensioniert – wer von atamya kommt und "kleiner und selbstbestimmter" sucht, sucht hier in der falschen Liga.

Profil 2: Open Source und Developer-First – Pimcore, Akeneo

Pimcore ist die flexibelste Option am Markt: eine Open-Source-Plattform, die PIM, DAM, CMS und Commerce vereint und sich praktisch beliebig anpassen lässt. Der Preis dafür ist, dass Pimcore ein Entwicklungsprojekt ist – du brauchst ein eigenes Entwicklerteam oder eine dauerhafte Agenturbeziehung. Die Lizenz mag frei sein, das Projekt ist es nicht; was realistisch zusammenkommt, rechnen wir im Artikel Pimcore-Kosten vor.

Akeneo kommt ebenfalls aus der Open-Source-Welt, hat sich aber zu einem kommerziellen SaaS-Anbieter mit internationalem Fokus entwickelt. Die Community Edition ist ein solider Einstieg für technikaffine Teams; die relevanten Enterprise-Funktionen liegen in den kostenpflichtigen Editionen, die typischerweise mit einem Implementierungspartner eingeführt werden. Stark im E-Commerce- und Retail-Umfeld, weniger tief bei B2B-Standards wie ETIM und eCLASS.

Profil 3: Mittelstands-SaaS aus dem DACH-Raum – entitys, nextPIM

Das dritte Profil ist für viele atamya-Interessenten und Suite-Bestandskunden aus dem Mittelstand das relevanteste: Cloud-PIM-Systeme, die speziell für mittelständische Hersteller und Händler im deutschsprachigen Raum gebaut sind – mit kürzeren Projekten, transparenten Kosten und Self-Service statt Implementierungsprojekt.

entitys (das sind wir – entsprechend transparent ordnen wir uns hier ein): entitys ist ein Self-Service-Cloud-PIM für den B2B-Mittelstand. Das Bedarfsprofil dahinter: Fachanwender wollen Datenmodell, Klassifikation und Exporte selbst steuern, ohne für jede Änderung einen Dienstleister zu brauchen. B2B-Standards wie ETIM, eCLASS und BMEcat sind eingebaut statt anprogrammiert, entitys ist eCLASS Gold Preferred Partner, und in der Cloud liegen über 20 Millionen bereits klassifizierte Produktdatensätze, auf die du bei der Anlage zurückgreifen kannst. Die Preise sind öffentlich (ab 1.590 € pro Monat), die komplette Einführung dauert 6 bis 13 Wochen in 5 Sprints. Ehrliche Einordnung: entitys ist die passende Wahl für B2B-Mittelständler, die es selbst machen wollen – nicht für Konzerne, die eine individuell konfigurierte Enterprise-Plattform mit großem Projektteam suchen.

nextPIM aus Hörstel richtet sich mit einem pragmatischen Standard-Datenmodell vor allem an Fach- und Großhändler, insbesondere im Produktionsverbindungshandel. Auch das ist eine faire Option, wenn du im DACH-Mittelstandssegment vergleichst – einen ausführlichen Vergleich findest du in unserem Überblick Die besten PIM-Systeme für den Mittelstand 2026.

Die Landkarte auf einen Blick

Bedarfsprofil

Typische Systeme

Projektlogik

Passt, wenn …

Enterprise-PXM / MDM

Centric PXM, Stibo STEP, Informatica

Implementierungsprojekt mit Systemintegrator, meist 6–18 Monate

… du globale Datendomänen, viele Gesellschaften und strenge Governance hast

Open Source / Developer-First

Pimcore, Akeneo (Community)

Entwicklungsprojekt mit eigenem Team oder Agentur

… du maximale Flexibilität willst und Entwicklerkapazität dauerhaft einplanst

Mittelstands-SaaS DACH

entitys, nextPIM

Konfiguration statt Programmierung; bei entitys 6–13 Wochen in 5 Sprints

… Fachanwender das System selbst betreiben sollen und B2B-Standards zählen

Beim Anbieter bleiben

Atamya Product Cloud

Migration von der eggheads Suite als Projekt mit atamya oder Partner

… Funktionstiefe und die MACH-Cloud-Roadmap zu deiner Strategie passen

Sechs Fragen, bevor du wechselst

Ein PIM-Wechsel ist eine strategische Entscheidung, keine Reaktion auf ein Rebranding. Diese sechs Fragen helfen dir bei der Standortbestimmung:

  1. Wie viel der Funktionstiefe nutzen wir wirklich? Welche Module und Workflows sind bei euch aktiv, welche liegen brach? Wer vor allem den PIM-Kern nutzt – Daten strukturieren, klassifizieren, ausleiten – hat ein anderes Anforderungsprofil als eine Organisation mit komplexen Freigabeketten über viele Abteilungen.

  2. Was kostet uns das System pro Jahr – vollständig? Lizenz plus Projekttage, interne Betreuung, Anpassungen, Upgrades. Erst die Gesamtrechnung macht Alternativen vergleichbar.

  3. Was bedeutet der Umstieg auf die Product Cloud konkret für uns? Frag atamya direkt: Wie lange wird die klassische Suite noch weiterentwickelt und supportet? Wie sieht der Migrationspfad aus, was kostet er, was ändert sich am Vertragsmodell? Diese Antworten gehören in deine Entscheidung – aus erster Hand, nicht aus Gerüchten.

  4. Wie schnell können wir heute Änderungen umsetzen? Neues Attribut, neuer Exportkanal, neue Klassifikation: Dauert das Stunden, Tage oder ein Projekt mit Wochen Vorlauf? Und: Ist das für euch ein Problem oder völlig okay?

  5. Welche Rolle spielen B2B-Standards bei uns? Wenn deine Kunden ETIM- oder eCLASS-klassifizierte Daten und BMEcat-Kataloge fordern, gehört Standardunterstützung ins Zentrum der Bewertung – nicht in die Fußnote.

  6. Ist Bleiben – und auf die Product Cloud migrieren – die beste Option? Ganz ehrlich: oft ja. Wenn das Team das System beherrscht, die Funktionstiefe gebraucht wird und die Cloud-Roadmap zu eurer Strategie passt, ist der Umstieg innerhalb des Anbieters der Weg mit dem geringsten Risiko. Ein Wechsel lohnt sich nur, wenn das Anforderungsprofil dauerhaft nicht mehr passt – nicht, weil ein Name sich geändert hat.

Wenn du die Auswahl strukturiert angehen willst, hilft dir unser Guide zur PIM-Systemauswahl mit Kriterienkatalog und Bewertungslogik.

Migrations-Realität: Was ein PIM-Wechsel wirklich bedeutet

Falls die Antwort nach ehrlicher Prüfung "wechseln" lautet, solltest du wissen, was auf dich zukommt – und hier liegt die Besonderheit der atamya-Situation: Wer von der eggheads Suite auf die Product Cloud umsteigt, macht viele dieser Schritte ohnehin. Ein PIM-Wechsel besteht im Kern aus drei Arbeitspaketen:

  • Datenexport und -bereinigung: Alle Produktdaten, Medienzuordnungen und Strukturen aus dem Altsystem exportieren – und die Gelegenheit nutzen, Altlasten nicht mitzunehmen.

  • Neuklassifikation und Datenmodell: Das Datenmodell wird im neuen System neu aufgesetzt; Klassifikationen wie ETIM oder eCLASS werden gemappt oder neu vergeben. Das ist der anspruchsvollste Teil – und der, bei dem vorklassifizierte Datenbestände am meisten Aufwand sparen.

  • Parallelbetrieb und Umstellung: Für eine Übergangszeit laufen beide Systeme parallel, bis alle Ausleitungskanäle am neuen System hängen und die Datenqualität verprobt ist.

Wie du diesen Umstieg Schritt für Schritt planst – inklusive Zeitplan und typischer Stolpersteine – steht in unserem Leitfaden PIM-System wechseln.

Häufig gestellte Fragen

Was ist aus eggheads geworden?

Die eggheads GmbH aus Bochum hat sich 2025 in ATAMYA GmbH umbenannt – der offizielle Namenswechsel erfolgte im Mai 2025. Das Unternehmen, das Team und der Standort bleiben; Produkt- und Firmenname wurden unter der Marke ATAMYA zusammengeführt. Das klassische Produkt eggheads Suite wird von der cloud-nativen Atamya Product Cloud abgelöst.

Müssen Kunden der eggheads Suite jetzt wechseln?

Nein. Das Rebranding ist zunächst ein Namens- und Strategiewechsel, kein Produktende. Sinnvoll ist eine nüchterne Standortbestimmung: Nutzung, Kosten und Migrationspfad zur Product Cloud prüfen – und breiter vergleichen, weil der Umstieg auf die Product Cloud ohnehin ein Migrationsprojekt ist.

Welche atamya-Alternative passt für den B2B-Mittelstand?

Für mittelständische B2B-Hersteller und -Händler im DACH-Raum sind spezialisierte Self-Service-Cloud-Systeme wie entitys oder nextPIM meist der passende Vergleichsmaßstab – kürzere Projekte, transparente Kosten, eingebaute B2B-Standards. Ein ausführlicher Vergleich steht in unserem Mittelstands-PIM-Überblick.

Wie lange dauert der Wechsel von atamya bzw. der eggheads Suite zu einem anderen PIM?

Das hängt vom Zielsystem und der Datenlage ab. Enterprise-Implementierungen dauern branchenüblich 5 bis 12 Monate; die komplette Einführung von entitys dauert 6 bis 13 Wochen in 5 Sprints – vom Ramp-up über Datenmodell und Datenimport bis zu Export-Anbindung und Go-Live.

Was kostet eine atamya-Alternative?

Enterprise-Plattformen werden individuell bepreist, meist im sechsstelligen Jahresbereich inklusive Implementierung. Open-Source-Optionen wie Pimcore verlagern die Kosten in die Entwicklung. Mittelstands-SaaS ist planbarer: entitys startet ab 1.590 € pro Monat mit öffentlicher Preisliste.

Fazit: Erst Profil klären, dann System wählen

Das Rebranding von eggheads zu atamya und der Umstieg von der Suite auf die Product Cloud sind ein guter Anlass für eine Standortbestimmung – nicht mehr und nicht weniger. Wer die Funktionstiefe braucht und die MACH-Cloud-Roadmap mitgehen will, bleibt bei atamya gut aufgehoben. Wer Entwicklerkapazität hat und maximale Flexibilität will, schaut auf Pimcore oder Akeneo. Und wer als B2B-Mittelständler Produktdaten mit ETIM, eCLASS und BMEcat selbst in die Hand nehmen will, ohne von Projekten und Dienstleistern abzuhängen, sollte sich das Mittelstands-SaaS-Profil ansehen – entitys eingeschlossen.

Wenn du gerade evaluierst und eine ehrliche Zweitmeinung willst – auch zu der Frage, ob ein Wechsel für euch überhaupt sinnvoll ist: Sprich mit uns. Wir sagen dir auch, wenn entitys nicht die richtige Wahl für euch ist.

Simon Manz, CEO und Mitgründer der entitys GmbH

Simon Manz

Simon ist Unternehmer und Executive Coach. Mit seiner Erfahrung aus über fünf Jahren bei BCG und der Gründung von entitys.io konzentriert er sich darauf, mittelständische Unternehmen bei Wachstum und Transformation zu unterstützen. Sein Schwerpunkt liegt auf pragmatischen Lösungen, die nachhaltigen Erfolg ermöglichen.

Simon Manz, CEO und Mitgründer der entitys GmbH

Simon Manz

Simon ist Unternehmer und Executive Coach. Mit seiner Erfahrung aus über fünf Jahren bei BCG und der Gründung von entitys.io konzentriert er sich darauf, mittelständische Unternehmen bei Wachstum und Transformation zu unterstützen. Sein Schwerpunkt liegt auf pragmatischen Lösungen, die nachhaltigen Erfolg ermöglichen.

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